Benno Hurt

Autor

(* 1941 in Regensburg)

Benno Hurt arbeitete nach dem Jurastudium in München zunächst als Staatsanwalt und von 1971 bis 2006 als Richter in Regensburg. Bereits Mitte der 1960er-Jahre veröffentlichte er erste Erzählungen; Marieluise Fleißer setzte sich damals beim Carl Hanser Verlag für ihn ein. Neben Prosa, Lyrik und Essays beschäftigte er sich intensiv mit Fotografie und stellte seine Arbeiten im In- und Ausland aus.

In seinen Romanen und Theaterstücken setzt sich Hurt häufig kritisch und satirisch mit der bundesdeutschen Gesellschaft, Justiz, politischer Moral und den gesellschaftlichen Veränderungen der Nachkriegszeit auseinander. Zu seinen Bühnenwerken gehören „Freies Geleit“, „Weinzwang“ und „Wer möchte nicht den Wald der Deutschen lieben“; „Böse Onkel“ entstand später als weitere Fassung eines Stoffes aus diesem Umfeld. Zu seinen bekanntesten Prosawerken zählen die Romane „Eine deutsche Meisterschaft“, „Der Wald der Deutschen“, „Ein deutscher Mittelläufer“, „Eine Reise ans Meer“, „Wie wir lebten“, „Im Nachtzug“ und „Die Richterin“. 1999 erhielt Hurt den Kulturpreis der Stadt Regensburg, 2012 den Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.