Was als harmloses Gespräch beginnt, wird zu einem unerbittlichen Verhör über Schuld und Verantwortung.
Karin und Irene sitzen in einem seltsam künstlichen Raum mit einem beleuchteten Springbrunnen, in dem Fischattrappen schwimmen. Während Irene naiv nach Karins Kind und ihrem verschwundenen Mann fragt, reagiert Karin gereizt und abgestumpft. Sie hat genug von Ehe, Mutterschaft und Verantwortung und wartet darauf, dass ihr Mann zurückkehrt. Plötzlich hört sie eine Stimme, die Irene nicht wahrzunehmen scheint.
Die Stimme zwingt Karin, sich mit ihrem bisherigen Leben auseinanderzusetzen. Sie wirft ihr vor, bewusst an Lügen festgehalten, sich selbst getäuscht und weder ihrem Mann noch ihrem Kind gegenüber Verantwortung übernommen zu haben. Ihr Ziel sei „Einsicht, Besserung und vielleicht sogar Heilung“ – ihre Waffe dagegen ist der Wahnsinn. Karin gesteht ihre Fehler und erhält schließlich eine Frist zur Bewährung: Sie will aufhören, sich selbst zu belügen, ihr Kind lieben und sich um ihren Mann kümmern.
Doch kaum scheint die Bedrohung vorüber, erzählt Irene von einem Märchen über Fische, die schuldige Menschen verfolgen und sie in den Wahnsinn treiben. Karin glaubt nun, die Stimme komme aus dem Springbrunnen, und schleudert die Fische hinaus. Vergeblich: Die Stimme erklärt, sie sei tatsächlich ein Fisch – aber einer, der im Meer schwimme. Karin verfällt endgültig dem Wahnsinn. Irene wendet sich ans Publikum: „Und das geschieht jeden Tag!“