Ein groteskes Machtduell zwischen Stalin und Mao über Revolution und Weltherrschaft.
Moskau, Winter 1949/50: Mao Tse-tung reist nach seinem Sieg im chinesischen Bürgerkrieg zu Stalin. Hinter den offiziellen Freundschaftsbekundungen zwischen den beiden kommunistischen Führern beginnt ein intellektuelles und politisches Kräftemessen. Stalin erkennt früh, dass mit dem kommunistischen China nicht nur ein neuer Verbündeter, sondern eine künftige Weltmacht entstanden ist. Die Handlung erstreckt sich vom 16. Dezember 1949 bis Anfang Februar 1950.
In langen, zunehmend grotesken Gesprächen streiten Mao und Stalin über Lenin, Revolution, Kommunismus, Nationalismus und die zukünftige Ordnung der Welt. Beim titelgebenden Tee entwickelt Mao seine Vision einer permanenten Weltrevolution: Asien, Afrika und Lateinamerika sollen die kapitalistische „Weltstadt“ einkreisen; selbst ein Atomkrieg mit Millionen Opfern erscheint ihm als möglicher Weg zur endgültigen Überwindung des Imperialismus. Stalin, selbst keineswegs zimperlich in seinen Machtphantasien, beginnt vor Maos Radikalität und dem Aufstieg Chinas zurückzuschrecken.
Nach den Moskauer Verhandlungen kehrt Mao nach Peking zurück. Seine Enttäuschung über Stalin bestärkt ihn darin, China selbst zum neuen Zentrum der Weltrevolution zu machen. Stalin wiederum erkennt in Mao eine künftige Gefahr und denkt sogar über eine große Allianz der Sowjetunion mit den USA und Europa nach, um einen von China ausgehenden Weltkrieg zu verhindern. In einem phantastisch-symbolischen Finale verschmilzt Mao mit der Tradition der chinesischen Kaiser und dem Kult um Lenin: Die Revolution wird zur quasireligiösen Heilslehre, die schließlich nicht mehr nur die Menschheit, sondern den gesamten Kosmos erfassen soll.