Pentheus will den neuen Gott vertreiben – und entfesselt damit seinen eigenen Untergang.
Dionysos kehrt nach Theben zurück, um dort seinen Kult einzuführen und seine Göttlichkeit zu beweisen. Doch der junge König Pentheus betrachtet den neuen Gott und seine Anhängerinnen als Bedrohung seiner Herrschaft und will den Bakchoskult mit Gewalt unterdrücken.

Als Fremder verkleidet, bringt Dionysos seinen Gegner dazu, als Frau verkleidet die geheimen Riten der Bakchen zu beobachten. Pentheus gerät in eine Falle und wird von den rasenden Frauen zerrissen – angeführt von seiner eigenen Mutter Agaue, die ihn im Wahn für ein wildes Tier hält. Erst in Theben erkennt Agaue, dass sie ihren eigenen Sohn getötet hat. Dionysos offenbart sich als Gott und bestraft das Königshaus mit Verbannung.

Hans Saenger folgt der antiken Tragödie, akzentuiert den Konflikt jedoch stark als Kampf zwischen männlicher Herrschaft und weiblicher Befreiung sowie zwischen einer abgeschotteten Gesellschaft und dem als fremd empfundenen neuen Kult.