Jetzt is ma leichter

Herbert Berger

lfi sitzt neben der Leiche ihres Lebensgefährten Fritz, dem eine Holzhacke im Kopf steckt, und lässt ihr gemeinsames Leben Revue passieren. Nach dem Tod ihres ersten Mannes Franz im Krieg lernte sie Fritz 1946 kennen. Der charmante, angeblich einsame Mann nistete sich bald bei ihr ein und ließ sich von ihr erhalten. Elfi finanzierte seine Geschäfte, doch aus der anfänglichen Hoffnung auf ein neues Glück wurde eine zerstörerische Beziehung. Fritz schlug sie, trank, betrog sie und demütigte sie immer wieder; selbst einen amerikanischen GI brachte er mit nach Hause und drängte Elfi zu sexueller Nähe mit ihm.

Jahrelang arbeitet Elfi, während Fritz immer tiefer im Alkohol versinkt und ihr Geld verbraucht. Heimlich spart sie schließlich auf einen eigenen Wagen – ein Symbol dafür, dass ihr doch noch etwas allein gehören könnte. Kaum erfährt Fritz davon, beansprucht er auch das Auto für sich, entreißt ihr gewaltsam den Schlüssel und fährt betrunken davon. Er kehrt unverletzt zurück, der Wagen jedoch ist nach einem Unfall zerstört. Für Elfi ist damit die letzte Grenze überschritten: Während Fritz schläft, holt sie die Hacke aus dem Keller und erschlägt ihn. Zum ersten Mal, sagt sie am Ende, sei ihr leichter.