Draußen in der Stadt

Günter Brödl

Zwischen Betonburg, Hausarrest und Rockmusik erobert sich eine Gruppe Jugendlicher ihren eigenen Freiraum.
Eine Neubausiedlung am Rand der Großstadt: Für Jutta und ihre Freunde gibt es kaum Orte, an denen sie sich unbeobachtet und frei fühlen können. Zu Hause bestimmen Eltern und Schule, im Jugendzentrum sorgen Joe und seine Mopedgang regelmäßig für Ärger. Als Jutta und Richard auf den ehemaligen Eisenbahner Adamcik treffen, entdecken sie auf einer verlassenen Schrebergartensiedlung ein altes Gartenhaus. Adamcik erzählt ihnen, wie die Stadtverwaltung die Gärten für ein Straßenprojekt räumen ließ – und wie sich die Bewohner vergeblich gegen die Bagger wehrten.

Die Jugendlichen dürfen das Haus benutzen und machen es gemeinsam zu ihrem eigenen Treffpunkt. Doch Juttas Begeisterung führt zu Konflikten mit ihrem Freund Richard und vor allem mit ihrer Familie. Nachdem ihr Bruder Markus den Eltern von dem Gartenhaus erzählt, erhält Jutta Hausarrest und soll bei einem Scheitern an der Nachprüfung sogar ins Internat. Ihre Freunde lassen sich davon nicht abhalten: Wenn Jutta nicht zum Eröffnungsfest kommen darf, kommt das Fest eben zu Jutta. Garten, Musik und jugendliches Chaos erobern schließlich die Wohnung der Staubingers – bis sogar die Polizei erscheint.
6D 10H
Statisten
1 Dek.
Jugend, Kinder
UA: 06.10.1977, Theater der Jugend, Regie: Peter Gruber