Die Emigranten

Helmut Qualtinger

Fremde Heimat, heimische Fremde
In einem Lokal nahe dem Rhein sitzen zwei Wiener Auswanderer und reden über ihre neue Heimat. Zwischen Schmäh über Pizza, Hafenstädte, Schifffahrten und Konsulate mischen sich Heimweh, Ressentiments und Witze über Wien. Ein italienischer Händler, ein Sänger aus Wien und schließlich ein weiteres Paar bringen neue Stimmen ins Gespräch.

Die Figuren tauschen Erinnerungen, Anekdoten und Klagen über das Auswandern aus – zwischen Nostalgie, Selbstironie und Resignation. Wien bleibt dabei ständige Referenz: von Mozart und Schnitzel über die Volksoper bis hin zu politischen und alltäglichen Eigenheiten.

Am Ende schlägt einer vor, eine Postkarte nach Wien zu schreiben – doch niemand weiß recht, an wen. Die Sehnsucht nach der Heimat bleibt diffus, das Leben im Exil unbestimmt.