Lügen. Lügen. Lügen, was das Zeug hält, und wenn es so gar nicht mehr geht, keinesfalls die Wahr- heit sagen!
„Ich weiß es selber noch nicht. Aber wenn ich's weiß, dann sag ich's dir!“
Ein romantisches Dinner mit der Geliebten im idyllischen Wochenendhaus, das zum Desaster gerät. Eine Köchin, die ein Model, und ein Model, das eine Köchin spielen muss. Ein gestresster Ehemann, der vor der Ehefrau die Geliebte seinem besten Freund anhängt, der wiederum der Geliebte der Ehefrau ist. Wie soll das alles gehen? Lügen, Lügen und noch einmal Lügen. Alarmstufe Rot und akuter Erklärungsnotstand. Camoletti-Klassiker „Madame, es ist angerichtet“ wird in der Neufassung von Michael Niavarani zum perfekten Desaster-Dinner. Altmeister Camoletti blickt vom Komödienhimmel herab und amüsiert sich!
ausführliche Beschreibung
Stefan freut sich auf ein prickelndes Wochenende mit seiner Geliebten Susie. Alles ist vorbereitet, das Catering samt Köchin bestellt, damit seine Flamme nicht nur erotisch, sondern auch kulinarisch verwöhnt wird. Stefans Frau Jaqueline ist schon startklar für den Besuch bei ihrer Mutter, und weil Stefan ein besonders schlaues Kerlchen ist, hat er als ultimatives Alibi seinen besten Freund Robert ins Liebesnest geordert. Denn Susie ist ein heißes Model und darf keineswegs seiner Frau in die Arme laufen.
Als Jaqueline den Besuch bei der Mutter platzen lässt, wird‘s eng in der romantischen Idylle. Robert weigert sich vehement, den Verdacht von Stefan zu lenken und vor Jaqueline den Geliebten von Susie zu spielen. Und das hat einen guten Grund: Er ist selbst ein Geliebter, nämlich der von Jaqueline. Um sich nicht zu verraten, muss er in den sauren Apfel beißen und den Lover der Model-Susie mimen. Doch hoppala, der geschmackverwirrte Trottel erwischt die falsche Susie, denn er hält die Köchin, die als erste klingelt, für das Model, wer denkt schon, dass das Model wie die Köchin heißt. Susie hier-Susie da.
Jetzt muss das Model die Köchin spielen und die Köchin das Model. Nur sieht Susie-Köchin so gar nicht wie ein Model aus. Für ein Extrahonorar spielt sie jedoch die Komödie zumindest so glaubhaft mit, dass sie Stefans Frau, die natürlich schweigen muss, vor Eifersucht zum Kochen bringt. Und nicht nur Jaqueline kocht. In der Küche bereitet Model-Susie, die noch nie im Leben einen Kochlöffel in der Hand gehabt hat, ein desaströses Dinner. Doch in der Not schluckt man alles, sogar die blödesten Ausreden. Das Theater geht mit Ach und Krach ganz gut, bis der cholerische Ehemann der Susie-Köchin auftaucht. Für den Prügelgatten muss die Köchin die Köchin sein, wo sie doch gleichzeitig vor Jaqueline die Geliebte
ihres Geliebten ist. Und das muss sie auch bleiben, damit kein Verdacht auf Stefan und sie selbst fällt.
Bei steigendem Honorar schlüpft Susie-Köchin in immer neue Rollen, bis sie selbst nicht mehr weiß, wer sie gerade ist. Sie lässt sich ihre Wandlungsfähigkeit teuer bezahlen und heimst zu guter Letzt einen sündteuren Pelzmantel, der im Laufe des Abends von einer Dame zur anderen wandert, als Draufgabe ein. Das verhängnisvolle Requisit wirft immer neue Fragen auf. Und plötzlich steht die Frage im Raum, die am schwersten zu beantworten ist: wenn die Köchin doch nicht das Model ist, wer ist dann das Model?
Lügen. Lügen. Lügen, was das Zeug hält, und wenn es so gar nicht mehr geht, keinesfalls die Wahrheit sagen! Zwei Stunden Alarmstufe Rot und akuter Erklärungsnotstand, der die Gehirne, die bei Männern bekanntlich wo anders sitzen, rauchen lässt. Immer wieder tauchen neue Ungereimtheiten auf. Wer ist nun wer? Und wer kennt sich hier überhaupt noch aus? Warum um alles in der Welt sagen sie nicht einfach die Wahrheit, geben zu, was offensichtlich ist und vergnügen sich mit ihren jeweiligen Geliebten? – Weil‘s nun einmal eine verrückte Komödie ist und man das Unmögliche mit den dümmsten Erklärungen plausibel machen muss. Ein turbulentes Desaster, bei dem man scharf mitdenken muss, was aber wegen ständiger Lachkrämpfe ein Ding der Unmöglichkeit ist.