Liebeskomödie über Sein und Schein
„Wenn es den Macho nicht schon gäbe, mein Vater wäre sein Erfinder.“
Bei der erfolgreichen Single-Frau Sarah hat sich Familienbesuch angekündigt. Ihr Vater, der mit seiner vierten Ehefrau in der Karibik lebt, möchte Sarahs Verlobten kennenlernen. Nur gibt es den gar nicht. Bei der Agentur RENT A FRIEND, deren Geschäftsmodell auf der Vermietung von „Familienmitgliedern“ in an allen Lebenslagen beruht, mietet Sarah kurzerhand einen „Verlobten“, der den hohen Erwartungen von Big Daddy entsprechen soll. Statt des gebuchten George Clooney-Doubles, steht allerdings Gabriel, ein viel zu junger Mann im Skaterlook, vor der Türe. Zu spät um die Verwechslung zu korrigieren. Gabriel improvisiert und lügt nun was das Zeug hält. Doch wie sieht es eigentlich mit der Wahrhaftigkeit der Gäste aus? Ist Daddy tatsächlich so Big, wie er vorgibt zu sein? Und ist seine angeblich vierte Ehefrau Juanita wirklich eine ehemalige, karibische Schönheitskönigin? Wer spielt welche Rolle. Mit wem? Und - warum?
ausführliche Beschreibung
Die attraktive Investmentbankerin Sarah lebt nur für ihren Job! Twentyfourseven, dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr. Männliche Geschäftspartner müssen sich warm anziehen, berufliche Misserfolge kennt sie nicht. Das Privatleben bleibt da auf der Strecke. Sex wird über Online-Dates abgedeckt, vorzeigbare Männer gibt es nicht. Was also, wenn Vater Karl nach langer Abwesenheit samt neuer Ehefrau Juanita seinen Besuch ankündigt und Sarahs Verlobten kennenlernen möchte? Einen Verlobten, den es nicht gibt?
Bei der Agentur RENT A FRIEND, die „Familienmitglieder für alle Lebenslagen“ vermittelt, bucht Sarah einen „Verlobten“, der Big Daddys hohe Erwartungen erfüllen soll. Doch statt des angekündigten George Clooney-Doubles klingelt der viel zu junge Spaßvogel Gabriel an der Tür. Die Verwechslung der Kundennummern ist nicht mehr zu korrigieren. Im Eiltempo muss Gabriel in die Rolle des deutlich älteren Schönheitschirurgen Dr. Marc Simon schlüpfen und eine maßgeschneiderte Erfolgs-Bio verinnerlichen. Nach einem Warm-up partnerschaftlicher Zärtlichkeiten, bei dem ihm ganz schön heiß wird, springt er ins kalte Wasser.
Sarahs allmächtiger Vater zeigt sich begeistert vom zukünftigen Schwiegersohn. Das beste ist für Karl gerade gut genug. Er ist ein Gewinner und will einen Gewinner an der Seite seiner Gewinnertochter. Gabriel zieht alle Register, Sarah bügelt kleine Pannen geschickt aus. Die beiden geben ein Traumpaar ab. Als Sarah dringend wegen eines heiklen Vertragsabschlusses ins Büro muss, bleibt Gabriel mit Karl und Juanita zurück. Jetzt muss er ohne Sarahs Rückendeckung dem Verhör des alten Patriarchen standhalten.
Gabriel improvisiert sich um Kopf und Kragen und glänzt in seiner Rolle als Lügenbaron. Daddy ist hingerissen. Das ist ein Schwiegersohn, ganz nach seinem Geschmack. Juanita hört aufmerksam zu. Für eine temperamentvolle Südländerin wirkt sie erstaunlich still und zurückhaltend. Alles läuft am Schnürchen. Bis die Bombe platzt, wenn auch bei ganz anderer Gelegenheit als befürchtet. Der Abend bringt eine Überraschung nach der anderen. Denn Gabriel ist nicht der einzige, der hier eine Rolle spielt.
Die Wahrhaftigkeit der Gäste ist bei genauer Betrachtung brüchig. Ist Daddy tatsächlich so „big“, wie er vorgibt zu sein? Und ist seine angeblich vierte Ehefrau Juanita wirklich eine ehemalige, karibische Schönheitskönigin? Verbirgt sich hinter Sarahs taffem Gehabe nicht eine Frau, die Liebe und Zuneigung sucht? Und könnte das missglückte Engagement gar in einer ganz besonderen Love-Story enden?
Wer spielt hier was? Mit wem und warum? Folke Brabands charmante Liebeskomödie über Schein und Sein. Warum faken wir in einer Zeit der ständigen Selbstoptimierung so gerne unsere Profile? Warum schmücken wir uns mit Heldengeschichten, anstatt unsere Niederlagen und kleinen Schwächen einzugestehen? Und warum neigen wir dazu, gerade unseren Nächsten gegenüber, nie wirklich die ganze Wahrheit zu sagen? Turbulent, witzig, berührend! Und bei allen Lügen so wahr!
„ein neues, turbulentes Erfolgsstück.“
Kulturvolk
„eine klassische Screwballkomödie mit hohem Tempo, Wortwitz, sehr viel Situationskomik und gutem Timing“
Auf der Bühne
„Folke Braband ist mit seinem Stück das nicht so häufig zu sehende Kunststück gelungen, ein hochaktuelles und brisantes Thema über weite Strecken höchst amüsant zu verpacken, aber die ernste Botschaft nicht zu kurz kommen zu lassen.“
Delmenhorster Kurier
„Was wirklich zählt im Leben, sind nicht Geld und Erfolg, sondern innerer Reichtum und aufrichtige Begegnungen die, so erleben wir, möglich werden, wenn Fassaden fallen. Launige Unterhaltung mit einem Schuss (Selbst-)Erkenntnis, jubelnder Applaus.“
Hamburger Morgenpost