Nach zwei Jahren erwacht Walter aus dem Koma und krempelt das Leben seiner Familie gehörig um
Nach zwei Jahren erwacht Walter aus dem Koma und krempelt sein ganzes Leben um. Das bekommen auch sein Sohn Helmut und dessen Frau Yvonne, die sich inzwischen auf Kosten des Vaters ein schönes Leben gemacht haben, zu spüren. Walter will eine wohltätige Stiftung zur Betreuung von Komapatienten gründen. Und alles sollen mitarbeiten. Auch die bosnische Putzfrau aus dem Krankenhaus. Das wird den lieben Kindern zu viel. Und bald macht ein vergiftetes Hühnchen die Runde.
ausführliche Beschreibung
Y en casa es en casa! Daheim ist daheim! Helmut und seine Frau Yvonne kehren vom Spanienurlaub zurück. Eine kurze Unterbrechung der großen Weltreise, bald soll es nach Hong Kong und auf die Malediven weitergehen. Und dann wollen sie sich ganz im Süden niederlassen. Vorbei mit dem Schuften, schnell den Job gekündigt, das Leben ist zum Genießen da! Doch dieser Plan wird jäh durchkreuzt: Walter, Helmuts Vater, der zwei Jahre im Koma lag, ist wieder da. Putzmunter steht er vor ihnen. Die Kellertreppe war er damals hinuntergestürzt, der arme Mann. Jetzt ist er aus der Dunkelheit ins Licht zurückgekehrt. Freude und Verwirrung: Denn das Luxusleben, das Helmut mit seiner zweiten Frau führt, ist nur durch Walters Konten, die nicht im Koma lagen, möglich. Und Walter konnte Yvonne nie leiden.
Der Wiedererwachte hat es sich im Haus, das ja immerhin ihm gehört, gemütlich gemacht und will sein Leben komplett umkrempeln. Er erfreut sich nach zwei Jahren Aufenthalt in der Zwischenwelt an Sauerkäse und anderen Kleinigkeiten, die er entbehren musste. Dank Helmut, dessen Erzählungen über die schönsten Flecken der Erde Walter im Wachkoma voll mitbekommen hat, ist er auf dem laufenden. Seine Genesung schreitet voran. Voller Energie schmiedet er karitative Pläne: Eine Stiftung will er gründen, Helmut und Yvonne dürfen für ihn arbeiten. Die Hälfte seines Geldes hat er schon überwiesen. 40.000 Komapatienten sollen es auch so gut haben wie er: Gut bezahlte Personen würden sie besuchen und ihnen erzählen, wie schön es draußen ist, auf dass sie, wie er durch die liebevolle Betreuung seines Sohnes, wieder ins Leben zurückkehren. Helmut ist sprachlos. Yvonne nicht. Sie tobt.
Walter ist nicht zu bremsen. Ada, die herzensgute bosnische Putzfrau aus dem Krankenhaus, soll auch Mitglied werden. Und ihr zwielichtiger Freund Ronny ebenfalls. Bei einem Abendessen will Walter alles besiegeln. Ada kocht Kljukusa, Hühnchen im Teig. Ada, die eigentlich ohne böse Absichten ist, wird von Helmut und Yvonne misstrauisch beäugt. Und Ronny, der die beiden durchschaut, erpresst Helmut, der unter dem
Kommando von Yvonne steht, schamlos. Heimlich mischt Yvonne Gift in Walters Hühnchen. Kein Walter, keine Stiftung. Doch dann werden die Teller munter hin und her getauscht und es gibt einen Toten, der schnell im Keller versteckt wird, und das ist nicht Walter. Die Kellertreppe wird abermals jemandem zum Verhängnis. Und das ist wieder nicht Walter. Der ist ungebrochen guter Laune und sieht das Leben von der schönsten Seite. Mit einer gemauserten Ada.