Oskar Zemme

Autor

(* 1931 in Zeiden bei Kronstadt, Siebenbürgen, heutiges Rumänien)

Zemme lebt seit 1939 in Linz. Von 1946 bis 1949 Lehre zum Tapezierer. Er spielt in der Schauspielgruppe Scheinwerfer und schreibt für diese Gruppe sein erstes Theaterstück. 1950 erste Lyrik-Veröffentlichungen und Hörspiel-Arbeiten. Ab 1954 als Bühnenarbeiter und Beleuchter beim Linzer Landestheater angestellt. 1955/56 geht er dank eines Stipendiums der Landesregierung für eine Hospitanz ans Theater in der Josefstadt. 1957 ist er Mitbegründer des neu etablierten Linzer Kellertheaters am Hauptplatz. Zemme wird ab den 1960er-Jahren als Dramatiker und Hörspielautor bekannt. 1969 Übersiedlung nach Berlin und freie Mitarbeit im Sender Freies Berlin und beim ORF, 1971 kehrt er nach Linz zurück. In den kommenden Jahren hält er sich hauptsächlich in Linz und Berlin auf. In seinen zeitkritischen, oft mit Humor versehenen Stücken beschäftigt er sich vor allem mit den Problemen, Borniertheiten und Hoffnungen sogenannter kleiner Leute. Neben Karl Wiesinger, Franz Josef Heinrich und Friedrich Ch. Zauner ist Zemme einer der prägenden Dramatiker Oberösterreichs der 1950er- bis 70er-Jahre.

Auszeichnungen (Auswahl):
- Förderungspreis zum Staatspreis für Literatur, 1954
- Theodor-Körner-Preis, 1969
- Gerhart-Hauptmann-Preis, 1971
- Landeskulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur, 1995
Foto: © Thomas Sessler Verlag