Christine Nöstlinger

Autorin

(* 1936 in Wien | † 2018 ebenda)

Christine Nöstlinger wuchs in Wien-Hernals auf. Sie studierte nach der Matura Gebrauchsgrafik an der Akademie für angewandte Kunst. Sie heiratete, bekam zwei Mädchen (1959 und 1961) und begann, für Tageszeitungen und Magazine zu arbeiten. 1970 schrieb und zeichnete sie ihr erstes Kinderbuch „Die feuerrote Friederike“. Seitdem veröffentlichte sie jedes Jahr durchschnittlich drei bis vier Bilder-, Kinder- und Jugendbücher, von denen viele zu Klassikern wurden („Geschichten vom Franz“, „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“, „Maikäfer, flieg!“ „Rosa Riedl Schutzgespenst“ u.v.m.), insgesamt schrieb sie 150 Bücher, ihre Werke wurden in 45 Sprachen übersetzt. Sie zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautorinnen und setzte sich für die Rechte von Kindern und Literatur für junge Leser*innen ein. Darüber hinaus schrieb sie Drehbücher, Texte für den Rundfunk und Zeitungskolumnen. Ihre Mundartgedichte aus dem Wiener Gemeindebau („Iba de gaunz oamen Leit“) bilden eine Sonderstellung in Nöstlingers Schaffen. Seit 2021 wird jedes Jahr der Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur vergeben.

Auszeichnungen (Auswahl):
- Hans Christian Andersen Preis, 1984
- Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis, 2003
- Johanna Dohnal Anerkennung für das Gesamtwerk, 2010
- Bruno-Kreisky-Sonderpreis für ihr Gesamtwerk, 2012