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  Susanne Wolfs STÜRMISCHER STURM in Laxenburg uraufgeführt  
  Susanne Wolf feiert in Laxenburg als Autorin das 10-jährige Jubiläum: Und wieder steuerte sie heuer ein quirliges Sommer-Stück bei. Der „Stürmische Sturm“ – Shakespeare auf Wienerisch – sorgte schon bei der Premiere am 27. Juni für stürmischen Applaus.

Aus den Kritiken:
„Susanne F. Wolf ist wie guter Rotwein. Mit jedem Jahr wird sie besser. Ihre aktuelle Posse für die Franzensburg ist nicht nur das gewohnt irrlichternde Spektakel, sondern bietet bei genauem Hinhören durchaus Tiefgang.
Prospero (lustig wie stets: Adi Hirschal), der mit Gutmenschentum eine kleine Insel terrorisiert, lässt bei erstbester Gelegenheit die Fremdenfeindlichkeit heraushängen. Da fühlt man sich tatsächlich in jenes Österreich versetzt, das sich nur als Insel der Seligen empfindet, wenn sonst niemand dabei ist.
Regisseur Nikolaus Büchel (sehr gut sein Bühnenbild!) lässt bei allem Hang zur Pointe (u. a. dafür zuständig: Peter Streimelweger als Trinculo) die Frage von Herrschen und Beherrschtwerden nie außer Acht. Gut so!“
NÖN, Thomas Jorda

„Susanne Wolfs Posse ‚Stürmischer Sturm‘, auf der Franzensburg uraufgeführte Einwienerung, verhält sich zum Shakespearschen Bezugstext wie leichter Sommerspritzer zu schwerem Barolo.
Auch der G’spritzte hat ja seine Meriten: Er verursacht kein Kopfweh.“
Kurier

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  Am Dresdner Societaetstheater gastierte das ensemble enfant terrible mit Turrinis „Die Liebe in Madagaskar“  
  Andrea Rump setzte mit ihrer Turrini-Inszenierung auf der kleinen Dresdner Bühne auf leise Töne und lag damit vollkommen richtig. Diese Inszenierung geht unter die Haut!

Dazu die Presse:
„Die Liebe in Madagaskar [...] widmet sich für Turrinis Verhältnisse geradezu leise den Sehnsüchten des Betreibers eines kleinen Kinos und einer Beamtin des Jugendamtes. Ersterer wollte eigentlich Regisseur werden, stand bei einem Schauspiel-Versuch einmal gemeinsam mit dem großen Klaus Kinski auf einer Wiener Theaterbühne, verpasste aber den Einsatz für einen einzigen Satz; Letztere träumt sich seit Jahrzehnten in ein Leben als Schauspielerin hinein. Gemeinsam geben sie sich dem mitreißenden Strudel des Was-wäre-wenn hin. Anrührend ist das, melancholisch und witzig. [...] Regisseurin Andrea Rump hat für (bereits zusammengestrichene) acht Personen drei Darsteller zur Verfügung, und sie bringt mit ihnen keine Volksstück-Parodie, sondern vielmehr ein Volksstück im wahren Sinne auf die Bühne. [...]
Wie Thomas Zieler und Susanne Heubaum, Josef Ritter und die nicht mehr junge angebliche Schauspielerin sich gegenseitig befeuern und ausbremsen, skurrilen Volten zutiefst ehrliche zwischenmenschliche Momente folgen lassen, Ironie den Kitsch ausbremst und Tragik die Komik befeuert, das ist stimmig. Da kann man die Anziehungskraft füreinander ebenso nachvollziehen wie die Sehnsucht, mit der sie ihre Träume vorbringen – und möchte beide doch schütteln, dazu bringen, endlich aktiv zu werden. [...] Tragisch ist das, wie das Leben. Und komisch, natürlich.“
DNN am 23.06.2010

„Eine Frau, die vorgibt, Schauspielerin zu sein, schmeißt sich an einen Mann ran, der sich als Filmproduzent ausgibt. [...] Weinselig kommen sich die zwei Gestrandeten in einem Hotelzimmer beim Herumfantasieren über ein Drehbuch näher und berühren sich fast – körperlich wie seelisch. Um diese Berührung dreht sich das Stück, um die Sehsucht nach ihr und das Unvermögen, sie zu vollziehen. Susanne Heubaum und Thomas Zieler [...] leisten wirklich Beachtliches [...] Sie ist besonders gut darin, im Stillen wie im Lauten das Hadern mit sich selbst und den nie ausgelebten Träumen darzustellen. Er bringt glaubwürdig die Trägheit eines Mannes herüber, der sich längst in der Resignation eingenistet hat, und für den sogar die Liebe eine beinahe unzumutbare Anstrengung zu sein scheint.“
Dresdner Akzente am 24.06.2010

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  „Mit GUT GEGEN NORDWIND glückt der Heidelberger Zimmertheater-Intendantin Ute Richter ein Coup – Wann kommt die Fortsetzung?“,  
  titelt die Rhein-Neckar-Zeitung. Und auch im Mannheimer Morgen wird bestätigt: „Das Premierenpublikum war begeistert.“ Für alle, die in nächster Zeit einen Heidelberg-Besuch planen: „Gut gegen Nordwind“ wird voraussichtlich noch bis Ende August gespielt!

http://www.zimmertheaterheidelberg.de/html/aktuelles_stueck/aktuelles_stueck.htm

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  Ein Stück auf Erfolgskurs: DAS INTERVIEW von Theo van Gogh feierte Premiere in Krefeld  
  Auf der Studiobühne des Theaters Krefeld-Mönchengladbach installierte Ausstatterin Birgit Eder die Designerwohnung von Soapstar Katja, in der der Nahkampf zwischen ihr und einem zum Klatschspalten-Interviewer degradierten Politjournalisten stattfindet. Begeisterung bei Publikum und Presse!

Dazu die Rheinische Post:
„Ein Kammerspiel erster Klasse! [...] Anja Barth und Adrian Linke bewegen sich virtuos im Minenfeld zwischen Anziehung und Abstoßung. Ein spannender Krieg zwischen Mann und Frau. [...] Es knistert vom ersten Augenblick an. Der Funkenflug ist fast greifbar. [...] Wer sich meine Filme anguckt, sieht, dass ich nicht genau weiß, wie zwischenmenschliche Beziehungen und so was wie Glück funktionieren. Ich versuche, die Welt auf ein kleines Universum herunterzubrechen, auf das von Mann und Frau. Das ist schon schwierig genug, hat van Gogh über den Film zum Stück gesagt. Und in diesem Universum herrscht permanente Explosionsgefahr.“
Petra Diederichs

Und in einer Premierenkritik aus der Westdeutschen Zeitung heißt es:
„‘Das Interview‘ bietet Sprengstoff, aber nicht als Gesellschaftskritik. Das Stück schildert die Kollision von Mann und Frau. [...] Eine Therapiesitzung hat Regisseur Siegfried Hopp das Stück genannt. Das ist maßlos untertrieben: Es ist ein Gemetzel, das ohne einen Tropfen Blut auskommt.“
Christoph Elles

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  Wieder einmal ist der Beweis erbracht:  
  GUT GEGEN NORDWIND, Daniel Glattauers E-Mail-Roman, funktioniert als Bühnenstück bestens. Und das sogar ... mitten in den Wellen!

Nein, das ist jetzt keine Anspielung auf die auch schon theatererprobte Fortsetzung des Bestsellers. Der Nordwind bläst in Dresden mittlerweile auf einem echten alten Elbkahn, dem „ Dresdner Theaterkahn“. Bei der Premiere am 18.06. gab es tosenden Beifall für die Darsteller Helene Grass und Andreas Dobberkau!

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  Wenn die E-Mails Funken schlagen... GUT GEGEN NORDWIND feiert am Vorarlberger Volkstheater in Götzis Premiere  
  Unter der Regie von Urs Obrecht spielen Yasmin Ritter und Heinz-Arthur Boltuch die berühmteste Online-Liebesgeschichte unserer Zeit. Großer Applaus und ... viele Lacher!
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  Die Neue Oper Wien feiert die Uraufführung von Herwig Reiters CAMPIELLO (Libretto: Peter Turrini) in der Ankerbrot-Expedithalle  
  Herwig Reiters „Campiello“ hat in Favoriten, dem Arbeiterviertel Wiens, in der ehemaligen Ankerbrothalle einen guten Startplatz gefunden – geht es doch in Turrinis Libretto, frei nach dem Stück von Carlo Goldoni, um die ‚Leute aus dem Volk‘.

Am ‚Campiello‘, einem Platz in Venedig, treffen sich keine Touristen-Gruppen, hier hat sich noch nie ein Reisebus hin verirrt. Die Menschen, die in der Gegend leben und arbeiten, sitzen hier abends, teilen ihre Sehnsüchte und die Sorgen ihres Alltags. Es wird, der Tradition der „Opera Buffa“ getreu, viel verkuppelt und betrogen. Alles dreht sich um die Frage:

Wer kommt am Ende unter wessen Haube?

Turrini hat Goldonis Text ins Heute übertragen. Dabei ist es vor allem die Sprache, die Turrini in unsere Zeit transferiert. In dramaturgischer Hinsicht bedurfte es, zumal das Motiv „Sehnsucht nach Liebe“ ja ein Dauerbrenner ist, kaum weitgreifenden Abweichungen vom Original.

Aus den Kritiken:

„Schauplatz Venedig. Ein kleiner Platz, ein Campiello, abseits der vornehmen Adressen des Canal Grande. Ein Venedig der Hinterhöfe, ins Leben gerufen im Wiener Außenbezirk Favoriten – innerhalb der kalten Backsteinmauern der aufgelassenen Anker-Brotfabrik. So präsentierte sich das Setting der Komischen Goldoni-Oper ‚Campiello‘, neu interpretiert und vertont von Peter Turrini und [...] Herwig Reiter bei der Uraufführung am 29. April.“
NÖN, Petra Suchy

„Die Figuren scheuen ebenso wenig den clownesken Slapstick wie die Musik das beständige Changieren zwischen Operette und Gershwin, zwischen Gustav Holst und Kurt Weill. Basierend auf der gleichnamigen Goldoni-Bearbeitung von Peter Turrini, lässt Reiter seine Figuren munter dem Ziel der Paarbildung entgegenarbeiten.“
APA, Martin Fichter

„Carlo Goldoni hat 1755 in seiner Komödie Campiello die Moral der niederen und höheren Schichten gegenübergestellt, Peter Turrini 1982 die Komödie in unsere Zeit übertragen. ‚Goldoni hat die sozialen Unterschichten über die Sprache definiert. Bei Turrini liegt der Unterschied in der Denkweise‘, sagt Dirigent Walter Kobéra: ‚Herwig Reiter verbindet diese beiden Ansätze, indem er die sozialen Unterschiede in der musikalischen Form und der Instrumentation ausdrückt.‘“
Bühne, Johannes Penninger

„Peter Turrini hat die Vorlage Carlo Goldonis humorvoll in die Sprache und Gedankenwelt unserer Zeit übertragen und dadurch eigentlich ein neues Stück entstehen lassen.“
Kleine Zeitung, Helmut Christian

„Zuweilen glaubt man in Anselm Lipgens Regie eine Art Kaisermühlen-Blues auf Venezianisch zu erleben – wäre da nicht Reiters enorm schwungvolle, ‚klassisch‘ aufgebaute, bunte Opernmusik [...]“
Kronen Zeitung, Andrea Hein

„Eine echte Opera Buffa, bei der viel gelacht werden durfte, auch wenn ein Hauch von Melancholie den ‚Campiello‘ umwehte.“
Kurier, Daphne Springhorn

„Turrini betont wie immer soziale Anliegen und hebt vor allem in der Schlussszene das Recht der älteren Generation auf Liebe hervor.“
Kronen Zeitung

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  In Salzburg war’s ein voller Erfolg, jetzt feierte Stephan Lacks BLUT AUF EIS in Villach Premiere  
  Am 14.05. kam die Koproduktion mit der Theater(Off)ensive Salzburg unter der Regie von Georg Clementi an die neuebuehnevillach und wurde von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.

Aus den Premierenkritiken:
„Stephan Lack und Georg Clementi: Ein Duo, das sich die deutschsprachige Theaterwelt merken sollte. [...] ‚Blut auf Eis‘ ist eine schmissige Trash-Komödie nach klassischem Muster, mit parallelen und sich kreuzenden Handlungsabläufen, mit rhythmisch wechselnden Solo-, Paar- und Ensembleszenen. [... Die Schauspieler veranstalten] einen Wettbewerb an skurriler Darstellungskunst heutiger Einsamkeit und den damit verbundenen Fantasien, Perversionen und Absurditäten.“
Kronenzeitung, Andrea Hein

„Das Stück zeigt auf, wie zerfranst und zugleich filigran heutige Identitäten sind. Virtuelle Nebenwelten ziehen die Protagonisten an und Energie von ihnen ab. Wirkliches Begegnen kostet Kraft und endet ungewiss. Viel Applaus [...]“
Kleine Zeitung, Barbara Einhauer



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  VON DRESDEN BIS HOLLYWOOD
Die Lebenserinnerungen des Cornelius Schnauber
 
  „Mein Leben war sehr reichhaltig an Erfolgen und Zerrüttung, Reisen quer durch Europa und die USA, an Programmen, die ich mit bekannten Künstlern, Politikern und Wissenschaftlern für Los Angeles und später – wenn auch wesentlich begrenzter – für Dresden organisierte [...]“

Von Billy Wilder bis Helmut Qualtinger, von Heiner Müller bis Placido Domingo: Allen ist Cornelius Schnauber bereits persönlich begegnet. Fotografien aus seinem Privatarchiv illustrieren 70 bewegte Jahre.
Erschienen im Dresdner Verlag ProgressMedia

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  Clemens Mägde
M – Ein Mann jagt sich selbst
in Anlehnung an „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ von Fritz Lang
 
  Daniel Wahl spielt in der Produktion des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg den erschütternden Monolog eines Kinderschänders, Mörders und Psychopathen, der seiner eigenen Schuld auf die Spur kommt. Regie führte der Autor Clemens Mägde selbst.

Der einstündige Monolog entstand in der Auseinander¬setzung des Autors mit dem Film-Klassiker von Fritz Lang aus dem Jahre 1931: „M – Eine Stadt sucht einen Mörder.“ Es ist Mägde gelungen, den Film als künstlerisches Vorbild seiner Arbeit zugrundezulegen und doch ein völlig neues Bühnenstück daraus zu machen.

Bei der Uraufführung am 6. Mai in der Hamburger Botschaft gab es – betretene Stille. Und dann großen Applaus!

Aus den Kritiken:
Clemens Mägdes Stück ist durch Fritz Langs „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931) mit Peter Lorre als Kindermörder inspiriert. Aber statt den Film nachzuerzählen, lässt der Nachwuchsautor, Jahrgang 1983, das Geschehen im Kopf des sich verfolgt fühlenden und zugleich vor sich selbst flüchtenden Mannes ablaufen. [...]
Harmlos und lächelnd zeigt sich der Schauspieler mit dem offenen Blick zu Beginn. Der adrette, nette Nachbar. Dann lässt er Zug um Zug das andere Ich von sich Besitz ergreifen und zeigt die dunkle Seite des Mannes, ohne ihn je zu denunzieren oder vordergründig theatralisch als Verrückten vorzuführen. [...]
An diesem kurzen, doch dichten Theaterabend stimmt einfach alles: das Stück, der Spielort, die Inszenierung. [...] Der neue Monolog zum brisanten Thema Kindesmissbrauch aus Tätersicht soll keinesfalls derartige Verbrechen verharmlosen, zeigt sie jedoch aus einer anderen Perspektive, als sie in der öffentlichen Diskussion dargestellt werden.
HAMBURGER ABENDBLATT, Klaus Witzeling

„Nichts. Nichts passiert. Die Straße sieht genauso aus wie immer“, sagt der Mann und entschwindet in die Nacht, aus der er kam. Wie der Anfang, so das Ende von Clemens Mägdes verstörendem Monolog „M – Ein Mann jagt sich selbst“ in der Hamburger Botschaft als Filiale des Deutschen Schauspielhauses. [...] Dieser Mann, vordergründig an den Kinderschänder in Fritz Langs Filmhistoriker „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ angelehnt, hält uns in Atem, im Ungewissen zunächst auch trotz konkreter Hinweise, ob er grausige Fantasien ausspinnt, oder seine quälenden Gedanken bereits einer fürchterlichen Realität entspringen.
WELT, Monika Nellissen

Ein Unhold geht um. Ein Kindermörder. Die Stadt wird hysterisch. Jeder macht Jagd auf den Mann, auch der nette Postbote, brav und bieder. Bis ihm ein fürchterlicher Gedanke kommt: Sollte am Ende er selbst der Gesuchte sein? Zieht es ihn etwa deshalb nachts hinaus in die Finsternis? [...] [Dazu der Darsteller Daniel Wahl]: „Hier geht es darum, welchen Einblick jemand in seine eigene Schuld hat und ob er bereit ist, sich dieser Schuld – also sich selbst – zu stellen. Das scheint mir eine für jeden wichtige Frage zu sein ...“
WELT AM SONNTAG, Paul Barz

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  Riesen-Applaus für ALLE SIEBEN WELLEN an der Josefstadt  
  Nach dem Sensations-Erfolg von Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“ kam am 6. Mai der Nachfolge-Roman „Alle Sieben Wellen“ in der Bühnenfassung von Ulrike Zemme zur Uraufführung. Die Premiere an den Kammerspielen in Wien wurde mit Jubel begrüßt.

Aus den Kritiken:
Wiederum beleben Ruth Brauer-Kvam und Alexander Pschill das feine Kommunikationsaggregat in der Regie von Michael Kreihsl mit dem Charme lebenskluger und darum vorsichtig sich Verliebender. [...] Das Publikum jubelte [...]
WIENER ZEITUNG, Hans Haider

[‚Alle sieben Wellen‘] wurde am Donnerstag in den Kammerspielen unter Jubel für alle Beteiligten uraufgeführt [...] Michael Kreihsl hat wieder mit viel Tempo und Gefühl für Glattauers lebensnahes Pointen-Pingpong inszeniert.
SALZBURGER NACHRICHTEN, Ernst P. Strobl

Kann eine Fortsetzung so gut (oder vielleicht gar noch besser) sein als der erste Teil? Erfahrungsgemäß nicht. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Denn die Dramatisierung von Daniel Glattauers Roman "Alle sieben Wellen" muss sich hinter dem ebenfalls auf die Bühne gebrachten Glattauer-Vorgänger "Gut gegen Nordwind" in keiner Weise verstecken. Im Gegenteil.
"Never change a winning team" - so lautete wohl das Motto in den Wiener Kammerspielen. [...] Und wieder flammt sie auf, jene virtuelle Liebe, jene knisternde Erotik [...] Doch es hilft nichts: Emmi und Leo sind für einander bestimmt, und das Publikum kommt dabei voll auf seine Rechnung. Denn dieser Kampf und Krampf der Geschlechter ist unfassbar komisch, unendlich zärtlich, tieftraurig und federleicht zugleich. Ruth Brauer-Kvam und Alexander Pschill gelingt die Quadratur des Kreises. Virtuos spielen sie auf der Klaviatur menschlicher Gefühle, Hoffnungen, Nöte und Sehnsüchte. So natürlich und dabei so intensiv wie das Leben selbst. Also hinreißend.
KURIER, Peter Jarolin

Nicht immer hundertprozentig mail-synchron, überzeugte die Gratwanderung zwischen Lustspiel und Tragikomödie als kurzweilige Unterhaltung – auf der Theaterbühne sogar noch mehr als in Buchform.
ÖSTERREICH, Thomas Zeidler

Intensiv gestaltet sich das einzige Treffen, das tatsächlich auf der Bühnenmitte stattfindet. Voll Verzweiflung treffen sich Emmi und Leo zum stummen Sex, aus den Boxen hallt Jimmy Scotts tieftraurige Interpretation von Nothing Compares 2 U. Nie waren sich die beiden Liebenden so fern wie in diesem Moment der größten Nähe.
DER STANDARD, Dorian Waller

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  DIE ANSTALT oder ein ORFler in der Unterwelt von Franzobel
am Vorarlberger Landestheater
 
  Oliver Baier gibt in Bregenz den ORFler Parsifal Beiersdorfer. Franzobel hat die Lebensgeschichte des TV-Moderators mitschreiben lassen bei diesem Auftragswerk für das Vorarlberger Landestheater. Nur die bissigsten Pointen sind – natürlich – frei erfunden!

„Unterhaltung, wie schon der Name sagt, ist unten“ Das neue Franzobel-Stück, in Bregenz inszeniert von Karl Baratta, zeigt einen jungen, idealistischen Volontär, der auf seinem Weg durch die öffentlich-rechtliche Fernseh-ANSTALT nicht nur das Recht zur freien Meinungsäußerung verliert ...

Aus den Kritiken:
„Das gesamte Ensemble meisterte den spritzigen Medienparcours mit Bravour“
ORF – Kultur, Annette Raschner

„[...] ein surreales Werk eines österreichischen Avantgardisten, das sprachlich versiert auch zahlreiche Kalauer aufweist. Eine Komödie im eigentlichen Sinn ist Franzobels Stück angesichts der dargestellten zwischenmenschlichen Grausamkeit nicht wirklich; eher eine Tragikomödie [...]“
NEUE, Andreas Feuerstein / P. Bader



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  Stefan Vögels VERLIEBT, VERLOBT, VERSCHWUNDEN am Vorarlberger Volkstheater  
  Endlich traut sich mal jemand, die Wahrheit zu sagen über die Herren der Schöpfung! Dass gerade ein männlicher Autor dieses „Ein-Frau-Kabarett“ geschrieben hat, das als eine einzige Hasstirade auf die Männer beginnt, stattet den Abend mit einem Augenzwinkern aus, das jeder Kritik am anderen Geschlecht gut bekommt.

Gabi Fleisch zieht in der Rolle der Dagmar alle in ihren Bann!
Viele Lacher, großer Applaus.

Aus den Kritiken:

„VERLIEBT, VERLOBT, VERSCHWUNDEN, so lautet der Titel eines fulminanten Kabarettabends des VoVo im Vereinshaus, dessen Text Stefan Vögel für die heimische Spitzenkabarettistin Gabi Fleisch maßgeschneidert hat. Am Donnerstag war umjubelte Premiere. Die Meinung der vor Vergnügen permanent glucksenden Gabi-Fans war einhellig – die beste Gabi Fleisch, die es je gab!“
Vorarlberg Online, Edgar Schmidt

„Ein Psychologe hätte seine Freude an dieser Lebensgeschichte, die das Publikum nur nach und nach erfährt, erweitert durch [...] Rückblicke in die Kindheit, bei denen die recht saftig agierende Gabi Fleisch mit einem Mal auch sehr weich und verletzlich werden kann.“
Neue Vorarlberger Tageszeitung



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  Uraufführung: BLUT AUF EIS von Stephan Lack  
  Stephan Lacks BLUT AUF EIS kam am 21. April in einer Koproduktion der Theater(Off)ensive Salzburg mit der neuenbuehnevillach unter der Regie von Georg Clementi zur Uraufführung. Stürmischer Applaus für das ganze Ensemble! Begeisterte Worte fielen auch über das Bühnenbild von Andreas Lungenschmied. Und natürlich über dieses abgedrehte Stück!

Dazu die Presse:
„Es geht, kurz gesagt, um Telefonsex und Eiskunstlauf (der durch einen tragischen Unglücksfall den Stücktitel erklärt), um einen Supermann-Darsteller in einem C-Movie, zwei Eigenbrötler, die mitten durch ihre Wohnung die Grenze zwischen Finnland und Russland legen, einen altersgeilen Voyeur mit dem schönen Namen Feratu, der zu perversen Handlungen neigt, und einen menschlichen Plüschbären, der versehentlich erschossen wird.“
Salzburger Nachrichten

or Stephan Lack [hat] in ‚Blut auf Eis‘ [bizarre Geschichten] zu einem herrlich irrsinnigen Pandämonium verwoben, das von der Theater(Off)ensive mit viel Schwung über die Bühne gebracht wurde.“
Drehpunkt Kultur, Heidemarie Klabacher

BLUT AUF EIS ist ein unterhaltsames, sehr groteskes Stück, mit schrägem Humor [und] einem spektakulären Showdown.“
Dorfzeitung, E. Pichler

Stephan Lack über BLUT AUF EIS: „Identitäten sind ein rutschiges Terrain. Gerade in Zeiten, in denen der Veränderung von Identität eine sehr hohe gesellschaftliche Priorität zugemessen wird.“

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  GESPENSTER von WOLFGANG BAUER  
  Die „Garage X“ am Petersplatz zeigt Wolfgang Bauers GESPENSTER in einer Inszenierung von Dieter Haspel. Eins wird an diesem Abend in jedem Fall klar: Auch wir leben in einer gespenstischen Zeit... Das Stück ist den 70er-Jahren keinesfalls so verhaftet, wie es auf den ersten Blick scheinen möchte. Fazit: Bauer ist zeitlos!

„Die Kraft der Sprache Bauers ist geblieben, sein Balancieren zwischen dem Fantastischen und Gemeinen ist genial.“
Die Presse, Norbert Mayer

„Spiele haben Regeln; deren Kenntnis aber [...] ersetzt die Klärung der Machtfrage. Man weilt auf der Welt, um zu manipulieren: die Gegenstände und die Gehirnzellen, vor allem aber die Damen, die man ‚pudert‘.“
Der Standard, Ronald Pohl

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  UA: POWER GmbH an der neuenbuehnevillach  
  Ein Riesenerfolg für Autor, Regisseur und Darsteller Erik Jan Rippmann und das Ensemble der neuenbuehnevillach: POWER GmbH sorgte bei der Uraufführung am 10. April für stürmischen Applaus.

Aus den Kritiken:

Was bleibt, wenn das Licht ausgeht? In Erik Jan Rippmanns „Power GmbH“ steht eine ganze Familie unter Strom: Der Vater mit Laufband unter den Füßen und Handy am Ohr, die Mutter macht ihr Leben zur Fernsehsoap, der Sohn hofft auf seinen musikalischen Durchbruch in einer Castingshow, und die Tochter ist auf „Facebook“ und Co zuhause. Ein großer Flachbildfernseher prangt über der Bühne. Allmählich wird die Wirklichkeit zur Fernsehserie.
Kärntner Tageszeitung, Verena Schellander

Zwischen Facebook und Neandertal: Wie diese 08/15-American-Dream-gestylte Familie aus ihren Konsumträumen gerissen wird, ist Marke Erik Jan Rippmann – also g’scheit und gleichzeitig witzig. [...] 110 Minuten beste „Krisenunterhaltung“!
Kronenzeitung, Andrea Hein

Als der Stromstecker gezogen wird, geht nichts mehr – von wegen Kraftgesellschaft. Es bleibt nur noch das eigene, unbekannte Ich.
Kronenzeitung, Christina N. Kogler

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  „Jedem das Seine“,  
  das ist der Schriftzug, der über dem Tor des KZ Buchenwald stand. Das gleichnamige Stück von Silke Hassler und Peter Turrini hatte am 25. März am Theater in der Josefstadt Premiere, Intendant Herbert Föttinger führte Regie.

Es geht um die letzten Tage vor dem endgültigen Zusammenbruch des Dritten Reichs. Eine Gruppe von jüdischen KZ-Häftlingen wird im Fußmarsch nach Mauthausen getrieben. Doch der Weg, der für die Häftlinge oftmals den Tod bedeutete, wird jäh unterbrochen: Die Gefangenen sitzen in einer Scheune in der Steiermark fest, als sich unter dem drohenden Zusammenbruch des Nazi-Reichs plötzlich die Machtstrukturen aufweichen. Im Grunde weiß niemand so genau, wie es weitergehen soll, weder die SS-Schergen noch ihre Opfer. Da wird die irrwitzige Idee aufgebracht, die Gefangenen sollten doch gemeinsam eine Operette einstudieren: Das „Wiener Blut“. Nachdem auch die gröbsten Hindernisse überwunden sind, kommen die Proben voll in Gang, das Happy End scheint vor der Tür zu stehen. Weit gefehlt: Auch von diesen letzten Überlebenden komm kein einziger mit dem Leben davon.

Betretene Stille, dann tosender Applaus.

„Hausherr Herbert Föttinger hat dieses Werk wider das Vergessen, wider das Verdrängen fürs Theater in der Josefstadt inszeniert. Eine sehr feinfühlige Arbeit ist das geworden, so entsetzenerregend wie notwendig, so schelmisch wie möglich. Denn Hassler und Turrini verbinden kaum zu Verbindendes. Witz mit NS-Wahnsinn. Einen Tenor, der mitten im braunen Terror eine Operette aufführen will. Wiener Blut. Lieber totgelacht als totgeschlagen.“
Kurier, Michaela Mottinger

„Lachen und Weinen, Erschütterung und Witz liegen bei Turrini [...] nahe beisammen, folgen mit viel Sprachironie aufeinander.“
Wiener Zeitung, Judith Schmitzberger

„Die Alliierten überrennen von allen Seiten das ‚Großdeutsche Reich‘. Muss man da nicht dem Ende des Schreckens vorgreifen? [...] Man muss nicht, aber man kann. Und Hassler und Turrini können es: Ihr Stück ist in seinen vielen guten Momenten der irrsinnige Versuch, in einer Grube voller Bestien lauter Kätzchen gepflegt schnurren zu lassen. [...] Jedem das Seine stammt nicht von Roberto Benigni. Aber das Stück verrät den nämlichen Ehrgeiz, der Shoa eine Fratze zu schneiden: das allmählich verrutschende Gesicht der Verzweiflung.“
Der Standard, Ronald Pohl

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  „War ja auch höchste Zeit, dass den ‚Vagina Monologen‘ etwas entgegengesetzt wird“ (Falter)
UA: Raoul Biltgens PHALLI am TAG
 
  Im Wiener TAG verspricht das Stück "Phalli" überfällige Aufklärungsarbeit zu leisten. Geboten wird dann aber noch einiges mehr

Glied, Penis, Schwanz oder gar Zauberstab, es gibt viele Worte für das, was gerne auch als des Mannes bestes Stück bezeichnet wird. Das Theater an der Gumpendorfer Straße widmet dem Schniedel nun einen ganzen Abend. In Phalli soll jede falsche Schamhaftigkeit über Bord geworfen und endlich einmal Tacheles geredet werden.

So zumindest die Prämisse, wenn Autor Raoul Biltgen mit Christian Himmelbauer und Sven Kaschte die Bühne betritt. Die drei erzählen auch gleich frisch von der Prostata weg, was ihnen alles zu Beschaffenheit und Funktionsweise ihrer Zumpfis einfällt. Dabei erfährt man zwar in aufgeklärten Zeiten wie diesen kaum Neues, amüsant ist der pubertäre Matrazenlager-Smalltalk aber freilich schon. Zudem hält die Zuseher natürlich die Frage bei der Stange, ob und wann die Akteure auch im nonverbalen Sinne auspacken.

Bis es dazu kommt, sind aber schon einige erste verstörende Aussagen gefallen. Langsam wird klar, dass es hier um etwas ganz anderes als poppigen Aufklärungsunterricht geht. In den Biografien der vermeintlich sympathischen jungen Herren tauchen mehr und mehr Risse auf, ist von etwas zu freizügigen Eltern und immer gewalttätigeren Sexerlebnissen die Rede - bis sich die drei Freunde endgültig als völlig unreflektierte Ungustln entpuppen, aus denen die geballte Misogynie herausbricht. So bleibt dem Publikum das Lachen zusehends im Halse stecken, und auch für die drei Aufklärer endet der Abend schließlich anders, als sie es sich vorgestellt haben.

Nach ambivalenten und durchwegs kurzweiligen 50 Minuten bieten die Schauspieler dem Publikum zudem noch eine offene Fragerunde an. Eine schöne Idee, die regen Zuspruch findet und einen interessanten Theaterabend noch ein paar Zentimeter stärker macht.
(Dorian Waller, DER STANDARD, Printausgabe 27.3./28.3.2010)

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  CAMPIELLO von Herwig Reiter und Peter Turrini
an der Neuen Oper Wien
 
  Unter der musikalischen Leitung von Walter Kobéra wird Herwig Reiters CAMPIELLO am 29. April an der Neuen Oper Wien uraufgeführt. Das Libretto, frei nach Carlo Goldonis gleichnamigem Stück, stammt von Peter Turrini. Regie führt Anselm Lipgens.
„Es sind die kleinen Leute, die in der Komödie um den Campiello, einen Platz irgendwo in Venedig, im Mittelpunkt stehen. Der Campiello ist ihr Zuhause, hier träumen sie von einem besseren Leben, von Liebe und Geborgenheit. Ihre Schicksale sind miteinander verwoben, ihre Freuden und Sorgen die gleichen. Sie streiten und lieben sich, sie zanken und verbrüdern sich. Es geht rau und derb, aber herzlich zu, eine ganz eigene Mischung aus Heiterkeit und Schwermut. Erst das Erscheinen von Leuten, die sich für etwas Besseres halten, bringt dieses Gleichgewicht durcheinander. Die kleine Welt des Campiello wird zu einem Abbild der großen Welt.“
Neue Oper Wien
http://www.neueoperwien.at//index.php?art_id=411

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  Film im Theater im Film im Theater
Das Schauspielhaus Graz zeigt Fritz Langs METROPOLIS auf der Probebühne
 
  „Auf der Probebühne verzichtete man auf Originalausschnitte. Ein Modell der Stadt aus bunten Plastikteilen wurde nachgebaut und mit einer Kamera ständig aus anderen Positionen gefilmt. Diese Bilder stellten den Hintergrund der Bühne dar, darauf wurden oft noch – zum Teil verfremdete – Aufnahmen der Schauspieler während ihres Spiels gelegt.“, so Karin Zehetleitner in der APA-Pressemeldung zur Premiere am 19. März. „Regisseurin Claudia Bauer gestaltete zusammen mit den Film- und Videokünstlern OchoReSotto eine Mischung aus Filmnachempfindung, Reflexion über das Werk und moderner Interpretation. Vor allem aber gelang dem Team ein [...] ansprechender Abend.“

Es geht also keineswegs nur darum, das cineastische Monumentalwerk auf die Bühne zu heben. Vielmehr gelingt es Claudia Bauer, die Romanvorlage von Thea von Harbou gekonnt mit frei dramatisierten Making-Of-Szenen zu verflechten und auch den sozialpolitischen Diskursen, die der Film anreißt, auf der Bühne Raum zu geben.

„Sensationelle Bühnenversion [...] Der geniale Wurf gelingt dem OchoReSotto-Team Volker Paul Sernetz und Stefan Sobotka. Die weit über die Grenzen bekannten Grazer Künstler, deren Markenzeichen das Überlagern von Visuals mit Videokameras ist, agieren nicht nur filmerisch aktiv und frei Hand. Über eine einsehbare, raffinierte Video-Welt-Maschine projizieren sie ein technisch und ästhetisch bis ins kleinste Detail Atem raubendes, neues Metropolis.“
Kleine Zeitung, Elisabeth Willgruber-Spitz

„Dem ‚Mythos Metropolis‘ hat sich Regisseurin Claudia Bauer in ihrem Theaterexperiment auf der Probebühne des Grazer Schauspielhauses verschrieben. Mit nur drei Schauspielern und den Videokünstlern von OchoReSotto ist ihr ein exzessiver, wilder [...] und fesselnder Abend gelungen [...]. [Ein] Abend, der mit großem Vergnügen die Bahnen des Gewohnten verlässt.“
Kronenzeitung, Michaela Reichart

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  Ferkel, Zuckergoscherl und Bussibär...
DIE BORDELLBALLADE
Moritz Eggert / Franzobel
 
  Am 04.03. kam die BORDELLBALLADE auf dem Kurt-Weill-Fest in Dessau in einer Koproduktion mit dem Theater Koblenz und der Neuköllner Oper Berlin zur Uraufführung.

Am 11.03. fand die gefeierte Premiere am Theater Koblenz statt. Das Stück – kein Musical, keine Oper – ist stilistisch an die Brecht/Weill-Klassiker angelehnt. „Ein Dreigoscherlstück“, so lautet der besonders in den deutschen Feuilletons häufig quasi mit doppelten Anführungszeichen versehene Untertitel. Es geht um käufliche Liebe, für die niemand mehr Geld hat. „Ausgehend von Brechts Vorstellung, dass der Mensch im Kapitalismus nur noch eine Ware ist, wirft das Stück Bordellballade die Frage auf, ob es hierzu überhaupt eine Alternative gibt. Und diese Frage halte ich gerade in einer Zeit, in der soziale Sicherheiten Gefahr laufen, unter den Mühlrädern der Wirtschaftskrise zermahlen zu werden, für äußerst interessant“, so Regisseur Robert Lehmeier in der Rhein-Zeitung.

Aus den Kritiken:
Was tun, wenn sich nichts mehr tut? Wenn die Kunden im „Menschenhaus“ ausbleiben, weil ihnen das Geld für den Sex fehlt – und wenn gleichzeitig der Schutzgeld-Erpresser seinen Obolus fordert? Die „Bordellballade“, mit der sich der Komponist Moritz Eggert und sein Librettist Franzobel jetzt an der auftragsgemäßen Songspiel-Erneuerung des Kurt-Weill-Festes beteiligten, spielt in einer postkapitalistischen Situation „jenseits aller Grenzen“ und übersetzt den Traum von der Abschaffung des Geldes in eine pornografisch getönte Satire.
MZ, Andreas Hillger

Koblenzer „Bordellballade“ unterhält tiefgründig. Komponist Moritz Eggert und Texter Franzobel spielen in ihrem „Dreigoscherlstück“ undogmatisch mit Brecht und Weill.
Manchmal liegt in einem kleinen Buchstabendreher schon der ganze Unterschied. Zum Beispiel wenn aus der „Dreigroschen“-Oper von Bert Brecht und Kurt Weill das „Dreigoscherl“-Stück von Franzobel und Moritz Eggert wird. Eine Puffmutter und ihre beiden Dirnen mit Namen Rosl, Ferkel und Zuckergoschl: Da entwirft der österreichische Autor Franzobel ein Personal wie aus einem Mutzenbacher-Erotikroman. [...] Und auch Komponist Moritz Eggert stößt in dieses Horn: Viele der 21 Songs dieser „Bordellballade“ sind direkt als Reflektion auf Vorbilder wie den Mackie-Messer-Song, die Ballade von der sexuellen Hörigkeit oder – aus diesem Zeitrahmen fallend – Hilde Knefs „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ geschrieben. [...] Aber richtig spannend wird es, wenn das Auftragswerk für das Dessauer Kurt-Weill-Fest, das Koblenzer Theater und die Neuköllner Oper in Berlin sich von dieser Beschäftigung mit den Wurzeln entfernt. Dann entfesselt Franzobels Sprachkunst ihre skurrile Faszinationskraft [...]
Rhein-Zeitung, Claus Ambrosius

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  Sie waren schon in New York? Aber noch nicht in der neuen Produktion im Wiener Raimund-Theater?
DAS UDO-JÜRGENS-MUSICAL VON GABRIEL BARYLLI FEIERT ÖSTERREICH-PREMIERE
 
  Spätestens seit gestern hat ganz Österreich einen Ohrwurm: „Ich war noch niemals in New York ...“ Auch wer am 17.03. nicht bei der Premiere im Wiener Raimund-Theater war, wird sich ohne Zweifel bald dabei erwischen, wie er die bekannte Melodie vor sich hin pfeift. Ja – das Musical, zu dem Gabriel Barylli das Libretto geschrieben hat und Udo Jürgens seine unvergesslichen Songs beisteuerte, ist rundum ein Hit. Das Publikum gab minutenlang Standing Ovations. Der Sessler Verlag freut sich mit Gabriel Barylli über den großen Erfolg!

„Die Großleistung hat bei diesem New-York-Musical Barylli erbracht. Sein Text ist witzig, weist dem Genre neue Wege“.
Die Presse, Barbara Petsch

„Wie elegant die hochgejazzten und verrockten Evergreens, [...] die [...] Dialoge (Barylli/Struppeck) und die Choreografien (Kim Duddy) [...] miteinander korrespondieren – das erzeugte jene kurzweilige Kompaktheit, die nur von historischen Glanzstücken des Genres her bekannt ist.
Der Standard, Ljubiša Tošić

„ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK, der für Wien adaptierte Dauerbrenner aus Hamburg, beruht auf 21 nicht gerade unbekannten Liedern von Udo Jürgens. Gabriel Barylli hat sie geschickt zu einer leicht verdaulichen Story zusammengemixt und mit spritzigen eingewienerten Zwischentexten versehen. [...] Es zeugt von großem Geschick und viel Intelligenz, wie Barylli – sich von Song zu Song weiterhangelnd – es versteht, eine Geschichte zu erzählen, die Sinn macht [...]. Das Publikum reagiert spontan mit heftigem Beifall, goutiert den Wortwitz und ist vor allem von der Liebesgeschichte der Alten gerührt“.
Salzburger Nachrichten

„Hits, Witz und ernste Themen. Das Udo-Musical ist ein riesiger Spaß mit ernsten Momenten.“
Österreich, Gunther Baumann

„Minutenlanger Schlussapplaus und Standing Ovations belohnte die Premieren-aufführung.“
Kronenzeitung

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  NINOTSCHKA  
  Am 28.02. hatte Melchior Lengyels „Ninotschka“ nach dem gleichnamigen Film von Ernst Lubitsch am Theater Thüringen Premiere. Das Stück, vom Autor des Drehbuchs selbst für die Bühne bearbeitet, wurde von Publikum und Presse als Wiederentdeckung gefeiert. Unter der Regie von Torsten Bischof glänzte unter anderen Judith Mauthe in der Hauptrolle.

Aus den Kritiken: „Ernst und Komik nah beieinander. Lang blieb die Komödie ‚Ninotschka‘, von Ernst Lubitsch mit Greta Garbo in der Titelrolle 1939 verfilmt, von den Theatern unentdeckt. Jetzt erscheint ‚Ninotschka‘ in Altenburg und Gera auf der Bühne und zeigt, was in ihr steckt: Kluge Pointen, Situationskomik, spannende Dramaturgie, interessante Figuren, eine gelungene Verknüpfung von brisanter Systemkritik und romantischer Liebesgeschichte. [...] Die unerwartete Auflösung kann sich sehen lassen!“
Kulturspiegel

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  Das Wort zum Moser  
  Manchmal haben Kritiker viel zu ... mosern. Natürlich zitieren wir solche Besprechungen an dieser Stelle eher ungern. Dennoch sei gesagt: Der Thomas Sessler Verlag ist mit der (mittlerweile ‚berühmt-berüchtigten‘) Produktion von Franzobels MOSER, einem Auftragswerk für die Josefstadt, sehr zufrieden! Diese Meinung scheint auch das Publikum zu teilen: Die Vorstellungen am Theater in der Josefstadt sind sehr gut besucht, es gibt viel Applaus und laute Bravos.

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  Peter Turrinis KINDSMORD am Westfälischen Landestheater  
  Am 03.03. hatte Turrinis KINDSMORD unter der Regie von Jenny Thost auf der Studiobühne des Westfälischen Landestheaters Premiere. Für den 50-minütigen Monolog erntet die Darstellerin Caroline Knebel begeisterten Applaus.

Aus den Kritiken:
Caroline Knebel (Foto: Volker Beushausen)
Turrini geht es weniger um Schuld, schon gar nicht um ein Tötungsdrama. Seelenschau ist das Thema, der Blick auf einen emotionalen „Nullinger“. Eine junge Frau, darauf dressiert, gefallen zu wollen. Sie hat sich immer im Spiegel der anderen gesehen und darüber das Empfinden für sich selbst verloren.
Ein Stück, das zur Diskussion zwingt. Was, wenn zerbrechliche, unreife Egos Väter und Mütter werden? Mit welchen Rollenmodellen werden Mädchen konfrontiert? Was heißt eigentlich Erziehung zur Selbständigkeit? [...] Denkanstöße noch und nöcher.
Ruhr Nachrichten

„Im Hause ihrer wohlhabenden Eltern tötete eine 26-jährige ihr zehn Tage altes Kind. Man nimmt an, dass die Tat unter Sinnesverwirrung vollzogen wurde.“ Einst ging Peter Turrini, österreichischer Autor, dieser Zeitungsmeldung nach. Turrini besuchte die Täterin im Gefängnis, sprach mit ihr, woraus letztlich ein bedrückendes Bühnenwerk entstanden ist: „Kindsmord“.
Die Geschichte dieser jungen Mörderin zieht in Bann und stößt einen zugleich ab, was jüngst auch das Castrop-Rauxeler Publikum erfuhr. [...] Sie hat Angst, Fehler zu machen. Eine Angst, die sie auffrisst. „Es gibt Momente, in denen ich stark bin“, sagt sie. „Doch dann versage ich wieder.“ Die geringste Kleinigkeit bereits werfe sie um. „Ich bin einfach immer daneben“, erklärt sie voller Verzweiflung. Sie hat Todessehnsüchte, hat ein gestörtes Verhältnis zu sich, zu ihrem Körper, zur Sexualität. Sie hasst sich – wie soll sie da ihr Kind lieben?
Über ihren Vater spricht sie voller Ekel, über ihre Mutter nur wenige Male – höhnisch.
Bürgerlich angepasst wuchs sie auf, eingeengt, offenbar ohne richtige Zuwendung – suchte sie deshalb ein solches Ventil, um zu entkommen?
Die Fragen bleiben, auch das Unverständnis für die Tat. Jedoch: Das Stück weckt Mitgefühl und Betroffenheit der jungen Frau gegenüber. Der Zuschauer fällt kein Urteil [...]
WAZ, Sabine Latterner

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  „Schreiben ist Küssen im Kopf“
Daniel Glattauers GUT GEGEN NORDWIND in Bremen
 
  „An dem Stück hat mich von Anfang an gereizt, dass es komödiantisch ist, aber auf eine intelligente Art und Weise. Das findet man nicht allzu oft“, erklärt [Regisseur Kurt] Wobbe [...]. „Die Leute lieben das Buch und haben eigene Vorstellungen von Leo und Emmi im Kopf“, weiß [der männliche Hauptdarsteller Frank] Stuckenbrok. [...] „Die Proben waren ungewöhnlich gut besucht, und wir haben durchweg positives Feedback bekommen. Viele haben die Dialoge wiedererkannt“, freuen sich die Schauspieler. Tatsächlich hält sich das Stück weitestgehend an die Vorgaben im Roman. [...] Wobbe: „Der Roman las sich von Anfang an wie ein Theaterstück.“ [...] Der Regisseur hatte dennoch Bedenken wegen der an sich fehlenden direkten Kommunikation. „Alle Flirts zwischen Emmi und Leo müssen auf andere Weise als der üblichen transportiert werden.“ Es gebe keine körperlichen Intimitäten. Leo fasst diese Situation für sich und das Publikum zusammen, wenn er zu Emmi sagt: „Schreiben ist wie Küssen im Kopf.“

Die Geschichte um Emmi und Leo ist eine Geschichte von Sehnsucht und Verlangen, aber auch von Missverständnissen und Eifersucht. Und sie passt perfekt in eine virtuell geprägte Zeit, in der die Kommunikation mehr und mehr elektronisch stattfindet und Menschen vor dem Computer mit anderen „plaudern“. Sie zeigt aber auch, wie unerfüllt diese Art der Kommunikation letztlich bleibt.
Weser-Kurier, Liane Janz

Noch bis 7. Mai am Schnürschuh-Theater in Bremen!
http://www.schnuerschuh-theater.de/index.php
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  GLAUBE LIEBE HOFFNUNG
Ödön von Horvath liefert das Motto für die laufende Spielzeit am Theater Chemnitz
 
  Enrico Lübbe inszeniert Ödön von Horvaths „Glaube Liebe Hoffnung“ am Großen Haus des Chemnitzer Theaters. Aus den begeisterten Kritiken:

„Horvaths ‚kleiner Totentanz‘ von einem Menschen im Teufelskreis von Arbeitslosigkeit und Armut empfiehlt sich für Theater heute auf beklemmende Weise, Enrico Lübbe aber drängt den Zuschauern keine vordergründig aktualisierte Interpretation auf. Im Vertrauen auf Horvath selbst und seine Darsteller erzählt er in stillen, eindringlichen Bildern, schlicht und ohne Schnörkel von einer erbarmungslosen, kalten Welt. Meisterhaft inszeniert er beredtes Schweigen.“
Freie Presse, Uta Trinks

Jetzt inszenierte Lübbe selbst ‚Glaube Liebe Hoffnung‘ und komponierte Ödön von Horvaths Stück mit der Musik von Bert Wrede als einen beinahe schwebenden, fast unwirklichen Totentanz über dem Abgrund der Wirtschaftsmisere in den letzten Jahren der Weimarer Republik. Es sind verlorene, vereinzelte, geisterhaft bösartige Figuren vor der aufgezogenen Tiefe des Bühnenraums, in dem der kommende Totalitarismus ebenso greifbar scheint wie die viel beschworene ‚Krise‘ heute."
Bayerischer Rundfunk, Barbara Bogen

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  DER HERR KARL als PUPPENSPIEL am Schubert Theater Wien  
  Helmut Qualtingers Kultfigur einmal ganz anders – unter der Regie von Simon Meusburger führt Nikolaus Habjan die lebensgroßen Puppen. Noch bis Juni am Schubert Theater Wien!

Termine: 26. und 27. Februar, 2. und 3. März, 4., 5., 7. und 8. Juni

http://schuberttheater.wordpress.com/produktionen/der-herr-karl/

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  Uraufführung: DIE CHANCE NACH DER LETZTEN von Raoul Biltgen
am Gallus Theater in Frankfurt
 
  „Sie hören dann von uns.“ Diesen Satz hat Sarah, die mit sechzehn die Schule abgebrochen hat und nun seit zwei Jahren vergeblich auf Jobsuche ist, schon so oft gehört...
Sie bewirbt sich auf eine Teilzeitstelle als Verkäuferin für Dessous und Unterwäsche, und – wie sollte es anders sein – der Chef verabschiedet sie, durchaus freundlich, mit den altbekannten Worten: „Sie hören dann von uns.“ Sarah zieht in einem Kurzschlussakt eine Pistole und bedroht den Chef der Firma. Natürlich hat sie damit ihre letzte Chance auf ein normales Leben verspielt. Doch gibt es vielleicht noch eine Chance nach der letzten?

Am Gallus Theater in Frankfurt wird Biltgens DIE CHANCE NACH DER LETZTEN am 24. Februar unter der Regie von Andreas Walther-Schroth uraufgeführt. Es spielen Catrin Omlohr und Nenad Smigoc.

Termine:
Mittwoch, 24.02.10-20.00 - Eur 15/10/7
Donnerstag, 25.02.10-11.00 - Eur 6
Freitag, 26.02.10-11.00 - Eur 6
Freitag, 26.02.10-20.00 - Eur 15/10/7

http://www.gallustheater.de

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  Ausverkauftes Haus und viele gute Kritiken – das ist wie Glück im Spiel und in der Liebe ...
Die KOMÖDIE FRANKFURT spielt BOEING-BOEING unter der Regie von Frank-Lorenz Engel
 
  Aus den Kritiken:

Liebe nach Flugplan. Irrsinnig komisch. Rasant, präzise, umwerfend. Ein Klassiker, der die Lachmuskeln strapaziert.
Wertung: SEHR GUT! BILD, 5.2.2010

Erstaunlich, dass dies feine Stück Boulevard noch so temporeich „boingt“ wie in den sechziger Jahren. An Rasanz und chaotischer Zuspitzung büßt „Boeing – Boeing“ kein bisschen ein. Vieles an dem flotten Spiel der Darsteller verblüfft und macht Spaß. Viel, viel Applaus.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6.2.2010

Mit „Boeing – Boeing“ beschwingten Theaterspaß. Kitzelt genau den Unterhaltungs-nerv von heute. Donnernder Beifall.
Frankfurter Neue Presse, 6.2.2010

Ein wahrer Spaß, der mit schönem Gespür für Running Gags über die Bühne düst. Nur Fliegen ist vielleicht schöner – jedenfalls solange es keine Turbulenzen gibt. Aber gerade die machen in der Komödie sehr viel Spaß!
Offenbach-Post, 6.2.2010

War eine der erfolgreichsten Broadway-Inszenierungen überhaupt und wurde als weltweit meistaufgeführtes französisches Theaterstück ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen. – Ein Klassiker also, der nun in der Frankfurter Komödie erfolgreich Premiere feierte.
Frankfurter Rundschau, 8.2.2010

Modell der Zukunft: Mit seiner 1960 uraufgeführten Komödie „Boeing Boeing“ war Autor Marc Camoletti seiner Zeit voraus. Lange vor den Umbrüchen, die jenes Jahrzehnt einläutete, präsentierte er ein Lebens- und Beziehungsmodell der Zukunft. Der mobile Single mit Teilzeit-Beziehungen und Bindungsschwäche ist bei Camoletti schon Realität.
Frankfurter Rundschau, 04.02. 2010

Noch bis 11. April an der Komödie Frankfurt!
www.diekomoedie.de

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  HAUT UND HIMMEL von Dimitré Dinev am ZENTRUM FÜR DRAMATURGIE UND REGIE in Moskau  
  Am 19. Februar hatte in Moskau Dimitré Dinevs „Haut und Himmel“ unter der Regie von Borislav Čakrinov Premiere. Die Übersetzung ins Russische steuerte Valja Ermilko bei.

Zwischen einem Söldner, der in den Balkan-Kriegen kämpft und einer jungen Frau, die nur über die Runden kommt, weil sie den Toten auf dem Schlachtfeld die Taschen ausräumt, entsteht, nachdem die Frau der Rache des Soldaten nur knapp entkommt, eine zarte Liebe. Die Haut des Soldaten ist verletzt, weil er jeden Sieg, jede Eroberung als Tatoo auf seinem Körper verewigt hat ...

„Hier gibt es keinen Tropfen Romantik, noch nicht einmal den eigentümlichen Humor der ‚Kukuschka‘ [‚Der Kuckuck‘ von Alexander Rogoschkin, Anm. d. Red.]. Diese Geschichte ist hart und heutig geschrieben. Und darin liegt ihre Stärke.“, so der Regisseur Čakrinov.

Großer Beifall!

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  Zeit für Aufzieh-Orangen
A CLOCKWORK ORANGE am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und am Theater Plauen-Zwickau
 
  Nach der Tanztheater-Produktion in Kiel (s.u.: THEATER KIEL tanzt A CLOCKWORK ORANGE) gibt es im Februar zwei Neuinszenierungen von Anthony Burgess‘ A CLOCKWORK ORANGE: Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin zeigt das Gesellschafts-Drama um jugendliche Gewaltexzesse und den Teufelskreis der Bestrafung in einer Inszenierung des isländischen Regisseurs Thorleifur Örn Anarsson. Im Theater Plauen Zwickau hat Katka Schroth aus A CLOCKWORK ORANGE ein eindrucksvolles Puppenspiel mit Schauspielern gemacht.

Aus den Kritiken
„Hart und schwer zu ertragen, deprimierend und zugleich aufrüttelnd ist die Radikalität der Fragestellung zum Thema ‚Gut‘ und ‚Böse‘: die präsentierte Alternative zwischen der Bestie Mensch und der willenlosen Mensch-Maschine.“

„Auf der Bühne in Zwickau werden prägnante Punkte des Geschehens zum Anlass genommen, mit den Mitteln des Theaters in die Tiefe zu gehen, szenische Umsetzungen zu finden für jene komplizierten Prozesse, die vermutlich den Hintergrund für Gewalt, Ausweglosigkeit, Entmenschlichung bilden. [...] Wer das so aufwändig in Szene Gesetzte als etwas sprunghafte, aber beherzte Expedition in die Untiefen der Seele wie der Gesellschaft versteht, wird sicher [...] auf seine Kosten kommen. [...] Nach der Premiere am Freitag gab es reihenweise Bravos, aber auch etliche betretene Gesichter.“
FREIE PRESSE, Volker Müller

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  Götz Spielmanns IMPERIUM am Schauspielhaus Graz  
  Am 11.02. feierte Götz Spielmanns IMPERIUM unter der Regie des Autors am Schauspielhaus Graz Premiere. Der Publikumsandrang war so groß, dass die Produktion „zweimal hätte Premiere feiern können“, wie die Kleine Zeitung schreibt. Bis Ende März sind jetzt bereits alle Vorstellungen ausverkauft.

Peter Simonischek glänzt als Bordell-Besitzer Wessely, dessen Imperium nach der Diagnose einer unheilbaren Krankheit ins Wanken gerät. Welchen Wert haben der Luxus und die angehäufte Macht, wenn der Tod kommt? Und was hat man eigentlich aus seinem Leben gemacht? „‚Der Tod ist eine Sauerei von der Natur!!!‘, wird der Bordellbesitzer brüllen. Da wankt ein gestandener Mann, da wankt ein ‚Imperium‘. Und nicht allein wegen des Darstellers ist man geneigt zu sagen: Auf der Bühne des Grazer Schauspielhauses steht so eine Art moderner Jedermann. Peter Simonischek spielt den reichen Wessely, vor dessen Tür plötzlich quasi Tod und Teufel auftauchen.

Mit Verrat und mafiösen Schikanen aus dem Milieu, aber vor allem mit der Diagnose einer unheilbaren Krankheit im Genick, sieht er nämlich sein pralles Leben flugs durch die Finger rinnen. Sein notwendig gewordener Blick auf sein Inneres ist auch ein Blick in die Vergangenheit. Und auf einmal vermengen sich in Traumsequenzen gespenstisch das Gestern und das Heute.

Götz Spielmann, im Vorjahr mit seinem subtilen Kinodrama ‚Revanche‘ für den Ausland-Oscar nominiert, ist mit ‚Imperium‘ erstmals als Peter Simonischek, Steffi Krautz (c) Peter Manninger Theaterautor und Theaterregisseur zu Gast in Graz. Der 49-jährige Wiener hat sein 2007 geschriebenes Stück geschickt in kurzen, sich überlappenden Szenen inszeniert. Sein ‚Memento mori‘ dreht sich um Macht, Verlust und Identität, aber auch um Isolation in der Gesellschaft: ‚Jeder steht allein in seiner Zelle‘, lässt er Wessely sagen und als Rotlicht-Darwinist nachsetzen: ‚Der Starke setzt sich durch, wie in der Natur‘.“
KLEINE ZEITUNG, Michael Tschida http://www.kleinezeitung.at/freizeit/events/2290975/fast-ein-jedermann.story

„Vermeintlich eindeutige Beziehungs-Konstellationen bekommen in Götz Spielmanns Geschichten Schräglagen, münden in Katastrophen, weil einer mutig wird, sich nicht hält an Konventionen, ausbricht aus dem Erwarteten. Das ist psychologisch ohne Brimborium gezeichnet. [...] Götz Spielmanns Figuren ticken einfach, denken wenig. Von solchen Leuten leben Boulevardzeitungen und Demagogen. [...] Da hat es Witz, wenn der Autor als sein eigener Regisseur im Grazer Schauspielhaus für die Rolle des Wessely den Salzburger-Langzeit-‚Jedermann‘ Peter Simonischek einsetzt: Jedermann als Bordell-Kaiser.“
NACHTKRITIK, Reinhard Kriechbaum

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  METROPOLIS  
  Nach dem spektakulären Fund der seit über 80 Jahren als vermisst geltenden Szenen zeigt die BERLINALE am 12. Februar die rekonstruierte Originalfassung des Science-Fiction-Klassikers. Begleitet wird die Stummfilmvorführung vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Frank Strobel.

Der Thomas Sessler Verlag, der die Rechte an Fritz Lang und Thea von Harbou vertritt, freut sich auf dieses lang erwartete Kino-Ereignis!
Bereits nach der Uraufführung im Jahre 1927 hatte die Verstümmelung des Filmmaterials eingesetzt – die UFA war massiv unter Druck geraten, da der erwartete kommerzielle Erfolg des bis dahin teuersten deutschen Spielfilms ausblieb. Man entschloss sich kurzerhand, den Film um fast ein Viertel zu kürzen, und orientierte sich dabei an der bereits 1926 entstandenen amerikanischen Fassung, bei deren Erstellung allerdings massive inhaltliche Änderungen an dem Lang-Film vorgenommen worden waren.

Die erste Rekonstruktion des Original-Films, im Jahre 2001 von der Murnau-Stiftung vorgestellt, orientierte sich hauptsächlich an den wiedergefundenen Partituren der Originalmusik von Gottfried Huppertz. Fehlende Szenen wurden durch eingeblendete Texttafeln ersetzt. Die restaurierte Fassung wurde als erster Film überhaupt in das UNESCO Weltdokumentenerbe aufgenommen.

Im Juli 2008 wurde bekannt, dass sich eine Kopie der verloren geglaubten Originalfassung im Besitz des Museo del Cine in Buenos Aires befindet. Die Direktorin Paula Félix-Didier nahm nach dem spektakulären Fund Kontakt zu einer Redakteurin des ZEIT-Magazins auf. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer.

Dazu das ZEIT-Magazin:
„Unter den nun entdeckten Szenen sind nach einhelliger Meinung der drei Experten, die das ZEITmagazin zur Prüfung der Bilder bat, gleich mehrere Szenen, die für das Verständnis des Films essentiell sind: So wird etwa die Rolle, die der Schauspieler Fritz Rasp im Film spielt, überhaupt erst verständlich. Andere Szenen, wie etwa die Rettung der Kinder aus der Arbeiterstadt, werden wesentlich dramatischer. Kurz: ‚Metropolis, Fritz Langs berühmtester Film, kann neu gesehen werden‘, wie es Rainer Rother, Direktor der Deutschen Kinemathek und Leiter der Retrospektive-Reihe der Berlinale, formulierte.“

Obwohl METROPOLIS 1927 bei vielen Kritikern auf Unverständnis gestoßen ist, haben auch damals schon einzelne Stimmen die unermessliche Bedeutung dieses Werks für die Filmgeschichte prophezeit. So schrieb „Der Tag“: „Man fühlt: dies ist der ‚Film für den Film‘, der absolute, - der Über-Film (...).“ Und die Berliner Volkszeitung berichtete: „Man möchte fast bitten, gar nichts sagen zu dürfen, weil der Wert des Films nur in dem Erlebnis unserer Augen liegt. (...) Es ist ein großer Film.“

Wer der Vorführung im Friedrichstadtpalast am 12. Februar nicht beiwohnen kann, wird sich vielleicht zum Public Viewing am Brandenburger Tor einfinden. Oder in Frankfurt im großen Saal der Alten Oper sitzen. Oder – noch viel einfacher – zu Hause den Fernseher einschalten: Arte überträgt ab 20:15 live aus Berlin.

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  THEATER KIEL tanzt A CLOCKWORK ORANGE  
  In einer Koproduktion mit dem Ballett Kiel zeigt das Theater im Werftpark A CLOCKWORK ORANGE von Anthony Burgess. Für eine Produktion, die hauptsächlich an ein jugendliches Publikum gerichtet ist, hätte sich kaum ein aktuellerer Stoff finden lassen. In dem Roman, 1971 von Stanley Kubrick verfilmt, geht es um Jugendliche, die in Gangs durch die Großstadt ziehen: Bei den „Droogs“ sind Diebstähle, Körperverletzungen und Vergewaltigung an der Tagesordnung. „Tollschocken“ nennen die Jungs die Gewaltexzesse in ihrem russisch-englischen Banden-Slang.

Doch eines Tages wird Alex von seinen Kumpels verraten und landet im Gefängnis. Ein neues Rehabilitationsprogramm für Schwerverbrecher wird an ihm getestet: Die verordnete Gehirnwäsche beraubt ihn seiner Persönlichkeit und macht ihn zu einer perfekt funktionierenden Maschine, einer „Clockwork“-, also einer Aufzieh-Orange ...

„Stanley Kubrick machte den jugendlichen Gewalttäter und Beethoven-Fan Alex De Large 1972 zum Filmstar. Sein Erfinder, der Schriftsteller Anthony Burgess, brachte die Frage nach Gut und Böse, nach Konditionierung und freiem Willen schon vorher auf die Bühne. Im Theater im Werftpark hat die Choreografin Birgit Schrezer „A Clockword Orange“ inszeniert – zwischen wilder Party und Nachdenklichkeit.“
Kieler Nachrichten, Ruth Bender

Die deutsche Übersetzung des Bühnenstücks steuerte Bruno Max bei.

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  A HETZ oder DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHLICHKEIT von Franzobel
am Theater im Keller in Graz
 
  „Basierend auf dem Fall der Arigona Zogaj hat Franzobel ein groteskes Spiel geschaffen, das eine eindeutige, anklagende – durchaus auch zu hinterfragende – Position bezieht. Dieses Groteskspiel der herrschenden Niederträchtigkeiten bewegt sich auf dem Grat zwischen Schwank, Volksstück und aufklärender Parabel und in den literarischen Spuren der großen Pamphlete. Am Theater im Keller soll es zur Revue der gegenwärtigen geistigen Verengungen werden.“
http://www.tik-graz.at/TIK/index.php

„A Hetz“ heißt auf Österreichisch bezeichnenderweise sowas wie „ein Riesenspaß“. Dabei kommt der Begriff von der Hatz, dem Zu-Tode-Hetzen von Tieren. Unter der Regie von Reinhold Ulrych zeigt das Theater im Keller (Graz) denn auch einen Volkssport, der leider noch immer populär ist, und das nicht nur in Österreich: die Verhetzung.

Die „Kleine Zeitung“ schreibt angesichts des brandaktuellen politischen Stoffs, Karl Kraus stünde nicht nur im Untertitel „Die letzten Tage der Menschlichkeit“ Pate. Weiter heißt es in der Premieren-Kritik von Elisabeth Willgruber-Spitz:

„‘Die haben hier Mitleid nur mit ihren Haustieren‘, stellt Ute Walluschek-Wallfeld fest und müht sich als ‚Putz-Mensch‘ um äußere Sauberkeit in einer ranzigen Gesellschaft. Mit ganzer Seele, ungekünsteltem Akzent und dem Stempel der Heimatlosen schlüpft sie in die Rolle der Asylwerberin Maria und ragt in Reinhold Ulrychs Inszenierung von Franzobels auf dem Fall Arigona basierenden ‚A Hetz‘ heraus.“

Die Produktion läuft erfolgreich seit 19. Januar und ist noch am 5., 6., 9., 10. und 11. Februar am Grazer TiK zu sehen. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

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  ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK
Das Erfolgs-Musical von Gabriel Barylli kommt endlich nach Wien!
 
  In Hamburg ist es ein Dauerbrenner – mehr als 1 Million Zuschauer lockte das Udo-Jürgens-Musical von Gabriel Barylli (Libretto) in anderthalb Jahren in das TUI Operettenhaus. Jetzt kommt das Erfolgsstück endlich nach Wien: Am 17. März ist Premiere am Raimund Theater. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: allein 530 Kostüme müssen in den Werkstätten der VBW entstehen ... Unter der Regie von Carline Brouwer wagt sich ein ganz neues Team auf die Kreuzfahrt der Sehnsüchte: Ann Mandrella, Andreas Lichtenberger , Hertha Schell, Peter Fröhlich, Andreas Bieber und Gianni Meurer .

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  Umjubelte Premiere - GUT GEGEN NORDWIND an der Komödie am Kurfürstendamm  
  „Eigentlich kann es gar nicht funktionieren: einen Roman auf die Bühne zu bringen, in dem zwei Menschen nichts anderes tun, als sich gegenseitig E-Mails zu schreiben. Doch die Berliner Komödie am Kurfürstendamm macht aus Daniel Glattauers Bestseller ‚Gut gegen Nordwind‘ ein hinreißendes [...] Theatervergnügen.“

(Süddeutsche Zeitung)
Aus einer falsch abgeschriebenen E-Mail-Adresse ergibt sich der erste Kontakt, dann schlittern Emmi und Leo immer tiefer in eine Bildschirm-Beziehung herein, die bald zu einer intimen Freundschaft wird.
„Zwischen den beiden entwickelt sich aus einer ersten, versehentlich bei Leo gelandeten E-Mail ein virtueller Flirt und schließlich eine große Liebe, ohne dass sie sich je sehen und die Gefühle der Realität standhalten müssen. Genialer Trick in der Inszenierung von Rüdiger Hentzschel: Auf der Bühne sitzt keiner von beiden je an einem Computer. Sie sprechen und spielen ihre E-Mails, wie durch einen unsichtbaren Vorhang voneinander getrennt. Niemals kreuzen sich die Blicke. [...] Mehr als ein Dutzend Mal holt das Publikum die beiden [Darsteller Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen] am Schluss mit tosendem Beifall wieder auf die Bühne. ‚Ich bin glücklich, dass die Geschichte auch im Theater funktioniert‘, sagt der österreichische Autor und Journalist Glattauer (49), der auch an der Bühnenfassung mitwirkte.“

Das RBB berichtet: „Stehender Beifall für ‚Gut gegen Nordwind‘. Mit Jubel, Bravo-Rufen und begeistertem Applaus ist am Sonntag in Berlin die Bühnenfassung des Bestseller-Romans [...] gefeiert worden.“ Und die Berliner Zeitung lässt den Bundespräsidenten Horst Köhler zu Wort kommen, der als privater Überraschungs-Gast der Premiere am Kurfürstendamm beiwohnte: „Ich bin fasziniert von der schnellen Entwicklung des Dialogs. Da entwickelt sich so eine Eigendynamik, dass man als außenstehender Mensch denkt: Na, hoffentlich verlieren die sich nicht!“ Ulrike Zemme, die gemeinsam mit Glattauer diese gelungene Bühnenfassung erarbeitete, stellte soeben die Dramatisierung des Fortsetzungs-Romans „Alle sieben Wellen“ fertig: Mehr darüber demnächst in unseren Verlags-News!

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  DU SOLLST NICHT ... STALKEN
MAUERSCHAU von Clemens J. Setz am Schauspielhaus Wien uraufgeführt
 
  Dass es sich um Clemens J. Setz‘ dramatischen Erstling handelt, würde man als Zuschauer nicht vermuten. Gekonnt führt er Dialoge so, dass der Zweifel zwischen den Zeilen hängen bleibt: Wer stalkt hier wen?

Als Autor von Romanen wie „Söhne und Planeten“ oder „ Die Frequenzen“ – letzterer hat es im vergangenen Jahr sogar auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft – ist Clemens J. Setz in aller Munde. Jetzt nimmt sich der junge Grazer zum ersten Mal ein Bühnenstück vor: Er steuert mit „Mauerschau“ den IX. Teil des Aufführungszyklus „Die X Gebote“ im Wiener Schauspielhaus bei. Die letzen zwei Gebote liegen dem Text leitmotivisch zu Grunde: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib“ und „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut“.

Stefan und Marianne sind ein Paar. Kinderlos, Mitte dreißig, mit anderen Worten: ganz normale Yuppies. Ein Stalker, den sie Nacht für Nacht aus dem Fenster ihres zum Hof gelegenen Wohnzimmers beobachten können, beflügelt ihre Phantasie. Offensichtlich beobachtet er eine Frau, die im Haus gegenüber wohnt, ein paar Stockwerke höher. Was bringt einen Mann dazu, sein eigenes Leben aufzugeben, um einen anderen Menschen so zu tyrannisieren? Auch die erotischen Phantasien von Stefan und Marianne stachelt der Fremde, der immer das gegenüberliegende Fenster im Visier hält, an. Sogar ihren Kumpel Georg laden die beiden ein, um ihm das allnächtliche Schauspiel vorzuführen. Aber der interessiert sich viel mehr für die Frau seines Freundes ...

An diesem Abend bemerkt der Stalker, dass er beobachtet wird. Und plötzlich läutet auch bei Stefan und Marianne das Telefon Sturm. Wie sollen sie den Stalker wieder loswerden? Wollen sie ihn überhaupt wirklich wieder loswerden? Zumindest Stefan scheint vorübergehend so tief in die mysteriöse Geschichte verstrickt, die seine unbekannte Nachbarin mit dem hartnäckigen Nachtgast verbindet, dass er seine eigene Ehe darüber vernachlässigt. Marianne wird das zu viel, sie sucht vorübergehend das Weite. Und Stefan nimmt das Problem auf seine Art in die Hand...

Ein spannendes Stück! Großer Applaus und lautes Bravo bei der Uraufführung im „Nachbarhaus“ des Wiener Schauspielhauses unter der Regie von Sebastian Schug.

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  Große Leinwand, kleine Illusionen
DAS STADTTHEATER WALFISCHGASSE ZEIGT PETER TURRINIS „DIE LIEBE IN MADAGASKAR“ in der neuen Kammerspiel-Fassung des Autors
 
  Josef Ritter sitzt nach einer spärlich besuchten Vorstellung im Foyer seines Wiener Vorstadt-Kinos, in dem er, der nach einigen Fehlzündungen im Leben nun wieder, und, so scheint es, endgültig allein ist, sich ein Klappbett als Nachtlager aufgestellt hat.

Plötzlich läutet das Telefon: Klaus Kinski ist dran. Er bittet Josef Ritter, nach Cannes zu reisen und einen Film zu produzieren. Der erkrankte Star braucht nämlich dringend Geld. Auf Johnny, seinen Fan und Kumpel aus Jugend-Zeiten, kann er sich verlassen.

Und Johnny macht sich, mit einem eisgekühlten Drink in der Hand, auf die Reise. Sein Blick scheint durch die vergilbten Kinoplakate an den Wänden hindurchzugehen. Kaum ist er in Cannes, heftet sich auch schon eine Schauspielerin an seine Fersen, die auf die Hauptrolle in dem geplanten Film spekuliert: „Die Liebe in Madagaskar“, ein schöner Titel.

„Offensichtlich sind wir nicht das, was wir sind, sondern das, was wir sein möchten. Nicht unser gelebtes Leben, sondern die Vorstellung, was das Leben alles sein könnte, macht unser Leben aus.“

Aber Johnny Ritter träumt nicht einmal seine Träume aus. Und landet ziemlich unsanft in der Wirklichkeit.

„Für Anita Ammersfeld im stadtTheater Walfischgasse bearbeitete Turrini das Stück, reduzierte Personen, ließ Überflüssiges weg, vereinfachte manches. Vor prominentem Publikum hatte diese Fassung in der Regie von Filmregisseur Peter Patzak mit Gerti Drassl, Wolfgang Böck und Sami Loris Premiere. Ein Riesenerfolg!“ KRONENZEITUNG

„Im stadtTheater Walfischgasse hatte Peter Turrinis ‚Die Liebe in Madagaskar‘ Premiere. Das wurde 1998 am Akademietheater uraufgeführt, mit Otto Schenk und Kirsten Dene, damals inszeniert von einem gewissen Matthias Hartmann; wurde ein in x Sprachen übersetzter Welterfolg und erreichte als solcher sogar Japan. Für die Walfischgasse nun hat Turrini eine Neufassung seines Stücks erarbeitet. Angepasst an die Gegebenheiten des ‚kleineren‘ Hauses, wie man bescheiden betont. Doch gerade dadurch intimer, intensiver, traumhafter.“
KURIER, Michaela Mottinger

„Der Premierenbeifall war geradezu ekstatisch. Peter Turrinis melancholisches Kino-Drama ‚Die Liebe in Madagaskar‘ wurde zum strahlenden Erfolg. [...] Die Darsteller Wolfgang Böck und Gerti Drassl sind ein Traumpaar.“
ÖSTERREICH, Gunther Baumann

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  Ulrich Bechers 100. Geburtstag: Szenische Lesung von Martin Roda Bechers SANTA LUCIA in Basel  
  Martin Roda Becher dramatisiert in „Santa Lucia“ einen Roman seines Vaters Ulrich Becher, „Das Profil“. Am 30.01. wird das Stück zu dessen 100. Geburtstag in einer szenischen Lesung am Theater Basel aufgeführt.

Der Journalist Dennis Howndren sieht nur einen Weg aus der Schreibkrise: der Artikel über den deutschen Maler Altdorfer für die „Manhattan Review“ muss endlich fertig werden!

Eine ganze Woche lang interviewt der notorische Teetrinker und trockene Alkoholiker Howndren den sehr zurückgezogen lebenden Künstler in dessen Landhaus auf Long Island. Doch dieser leidet nicht weniger unter paranoiden Überwachungsängsten als Howndren selbst und hält den Journalisten für einen CIA-Agenten: „Manchmal kommt mir das Ganze nicht wie ein langes Interview, sondern wie ein Verhör vor.“

Als Altdorfer dem Reporter am letzten Abend wirklich auf den Zahn fühlen will, überschlagen sich die Ereignisse ... Selbst der ganz pragmatischen Schwiegertochter sind die Hände gebunden: Es geht zu, wie im Tollhaus!
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  EINE HEIKLE SACHE, DIE SEELE von DIMITRÉ DINEV am Teatrul de Stat Constanta  
  Dimité Dinevs „Eine heikle Sache, die Seele“ scheint zum rumänischen Erfolgsstück zu avancieren: schon zum dritten Mal wird das Stück dort heuer gespielt! Am 12.12. war Premiere am Teatrul de Stat Constanta, Regie führte Sorin Militaru. Die Übersetzung steuerte Dan Stoica bei.

Bei den vier Kollegen, die für den kürzlich bei einem Unfall auf dem Bau verstorbenen Gastarbeiter Nikodim Stavrev die Totenwache halten, geht es hoch her: Das zu diesem Anlass extra bestellte Klageweib ist weit weniger trübselig, als es ihre Berufsbezeichnung vermuten lässt. Als dann noch eine ukrainische Stripperin und vier befreundete Musiker eintreffen, steigt eine Party, die dem Verstorbenen alle Ehre macht. Am Ende sind die Lebenden sogar bleicher als die Leiche. Es stellt sich die entscheidende Frage: „Ist jetzt klar, wer hier tot ist?“

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  PAPAS in MOTION von Ronald Rudoll am 3-raum-Anatomietheater uraufgeführt  
  Stürmischer Applaus für PAPAS in MOTION! Das haben sich die Schauspieler, Regisseur Stephan Bruckmeier und der Autor Ronald Rudoll gleichermaßen verdient.

Ein bewegendes, komisches, aber auch tragisches Stück: Papa steht auf Männer - davon wissen Frau und Kinder natürlich nichts.

„Zufällig liest die Frau eines Therapeuten den Mailverkehr ihres Mannes Erich und stößt auf ein schockierendes Geheimnis: Erich ist bisexuell und bietet die anonyme Beratungsstelle ‚Papas in Motion‘ für schwule Väter an. Mit vier anderen Ehemännern lebt er dort seine verheimlichten Leidenschaften offen aus.

Entsetzt trommelt die Ehepartnerin die Frauen der anderen Väter zusammen. Auf das erste Entsetzen folgt der Entschluss, beim nächsten ‚Papas in Motion‘-Treffen aufzukreuzen. Unweigerlich kommt es zum Eklat. Den größten Erklärungsnotstand hat der Mann von Natalie (grandios: Angela Schneider), der ihren Minirock – und ihr Make-up trägt.

Eine Sensation ist die Uraufführung dieser Tragikomödie von Ronald Rudoll im 3raum. Teils irrwitzig und voll pointenreicher Dialoge, am Ende herzzerreißend tragisch und ohne Antwort, gelingt dem Stück eine realistische Darstellung eines schwierigen Themas. Das liegt auch an den hervorragenden Schauspielern: Gabriela Huetter liefert meisterlich die nüchterne Ehefrau, die mit Augen-Zudrücken ihre Ehe noch retten kann. Als persönlich betroffener und engagierter Therapeut überzeugt Anselm Lipgens. Andreas Goebel gibt mitreißend den von der Weiblichkeit seiner Frau Natalie dermaßen hingerissenen Gerald, dass er sogar in ihre Kleider schlüpft.“
(Wiener Zeitung, Stefan Beig)
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  „OHIO – WIESO?!“ - Gabriel Barylli an den Wiener Kammerspielen  
  Am 10. Dezember hatte Baryllis Beziehungs-Drama „OHIO – Wieso?!“ in der Regie des Autors, der gleichzeitig auch als Schauspieler auf der Bühne stand, Premiere.

Was als hoffnungsvoller neuer Anlauf beginnt, wird für Martin (Michael Dangl) und Maria (Ruth Brauer-Kvam) bald zum Ehe-Albtraum, der einen tödlichen Ausgang nimmt. Dass es nicht gut gehen würde, haben die Freunde Clarabella (Alexandra Krismer) und Andreas (Gabriel Barylli) den frisch Verliebten ja gleich gesagt. Aber mit einer Tragödie von diesem Ausmaß hatte dann doch niemand gerechnet.

Auf die Frage, was eigentlich schief läuft zwischen den Geschlechtern, findet der Erfolgs-Autor immer wieder neue Antworten. Und da bleibt, bei allem Ernst, zu dem sich der Plot entwickelt, die natürliche Komik des Sujets selbstverständlich nicht auf der Strecke!

Das Publikum bedankt sich für den anregenden und unterhaltsamen Theaterabend mit großem Applaus.

Aus der Presse:

Autor Gabriel Barylli entfaltet in Ohio – Wieso?! ein flott-gefährliches Beziehungs-Ping-Pong, das auf einer schlichten, aber populären Vermutung basiert: Männer und Frauen passen nicht zusammen. (Österreich)

Das Publikum erlebt in Gabriel Baryllis Beziehungsstück Ohio – Wieso?! Boulevardtheater ersten Ranges. Mit hauchfeiner Situationskomik, aber nur wenig Moral in der Geschichte! (Kronenzeitung)

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  „Man übt mit Erinnerungen, bis sie schärfer sind als jeder Säbel“

Sándor Márais DIE GLUT in der Bühnenfassung von Christopher Hampton am Schauspielhaus Graz
 
  Die deutschsprachige Erstaufführung von Sándor Márais DIE GLUT in der Bühnenfassung von Oscar-Preisträger Christopher Hampton am Schauspielhaus Graz wurde mit Jubel und Standing Ovations gefeiert. In der Rolle des Henrik bestreitet Helmuth Lohner den Abend weitgehend im Monolog. Sein alter Freund Konrad (Gerhard Balluch), dem er bei diesem späten Wiedersehen endlich die entscheidenden Fragen stellen will, begegnet ihm mit Schweigen. Nur die beiden Auftritte von Henriks Amme Nini (Gerti Pall) unterbrechen kurz die Patt-Situation auf der Bühne.

Regisseur Ingo Berk vertraut ganz auf Helmuth Lohners darstellerische Kraft. Zu Recht!

„Mit Christopher Hampton hat sich ein bedeutender Dramatiker der Bühnenadaptierung angenommen - aus Márais ‚Glut‘ hat er einen wortgewaltigen Monolog und eine Lebensbeichte gemacht.“ ORF

„Die Adaptierung von Sándor Márais Roman ‚Die Glut‘ im Schauspielhaus Graz gerät mit einem brillanten Helmuth Lohner zu einem denkwürdigen Stück Theaterkunst. [...] Márais / Hamptons Text [kann] in der Übersetzung von Reinhard Kaiser-Mühlecker seine poetisch-philosophische Sprachkraft voll entfalten.“ Kleine Zeitung, Michael Tschida

„Die [...] atmosphärische Musik Patrik Zellers untermalt ein enigmatisches Kippbild für einen unentwegt Redenden, seinen schweigenden Gast und einen Schatten – Kristine, die verstorbene Ehefrau. Die zwei kurzen Auftritte von Gerti Pall als Amme ausgenommen, hält Helmuth Lohner, ein manchmal ungemein jugendlich wirkender Greis, die Spannung allein auf der großen Bühne. Wobei Gerhard Balluch seinen schwierigen Part als schweigendes Gegenüber mit unaufdringlicher Präzision ausstattet.“ Korso, Willi Hengstler

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  BOEING BOEING-Premiere am Theater Center Forum  
  Polygamie im Online-Zeitalter – Michael Kessler versetzt Camolettis Boulevard-Klassiker in die „0-er Jahre“! Am Theater Center Forum in Wien war am 1. Dezember Boeing-Boeing-Premiere. Unter der Regie von Marcus Strahl glänzten Lila Gürmen, Natascha Shalaby und Leila Strahl in den Rollen der heißbegehrten Stewardessen. Großer Applaus!

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  DAS GESPENST VON CANTERVILLE von Oscar Wilde in der Bearbeitung von Susanne Felicitas Wolf am THEATER ST. GALLEN  
  Angst vor Gespenstern? So ein Quatsch! Für den amerikanischen Gesandten Hiram Otis samt Frau und Kindern ist das altenglische Spukschloss Canterville allen Warnungen zum Trotz der ideale Wohnsitz. Und er hat Recht: Nicht einmal den beiden Kindern jagt Sir Simon von Canterville, der schon seit 500 Jahren tot ist, einen Schrecken ein, wenn er mit seinen Ketten rasselt! Die beiden Otis-Zwillinge bewerfen das Gespenst ganz skrupellos mit ihren Kopfkissen. Das kann der Sir nicht auf sich sitzenlassen! Er schmiedet einen gespenstischen Plan ...

Susanne F. Wolfs Bühnenfassung des Roman-Klassikers von Oscar Wilde hatte am 28.11. am Theater St. Gallen Premiere, Elisabeth Gabriel führte Regie. Begeisterung bei allen Zuschauern zwischen 8 und 88!

Dazu die Presse:>br> Kinderstück «Das Gespenst von Canterville» St.Gallen. Auf Schloss Canterville treibt ein Gespenst sein Unwesen. Doch die neuen Besitzer tanzen zu Michael Jacksons «Thriller», statt sich zu fürchten. - sda/MC

Das neue Kinderstück am Theater St. Gallen ist eine wilde Achterbahnfahrt rund um ein altes Schloss und seine Bewohner.

Die Geisterstunde hat geschlagen. Wie jede Nacht nimmt der Schrecken auf Schloss Canterville seinen Lauf. Darauf freut sich Sir Simon Canterville, der seit 500 Jahren im alten Schloss spukt. Das Gespenst hat die Rechnung allerdings ohne die Familie Otis gemacht.

So beginnt das Stück von Oscar Wilde, das 1887 in einer Londoner Zeitschrift als Fortsetzungsroman erschienen ist. Susanne Felicitas Wolf hat den spannenden Stoff für das junge St. Galler Publikum bearbeitet.

Im Zentrum der Geschichte steht das Schloss. Die massiven Gemäuer lassen sich drehen und wenden. Die Schauspieler schlüpfen aus jedem erdenklichen Winkel, turnen auf dem Dach oder kriechen aus dem düsteren Untergrund hervor.

Ein schaurig-schönes Spiel mit viel Liebe zum Detail: Kostüme, Licht, Ton und Tanzeinlagen nehmen das Publikum auf eine gespenstig-humorvolle Reise mit.

[...]
Idealbesetzung Christian Hettkamp (Gespenst Sir Simon Canterville) spielt die gesamte Familie mit seiner Schauspielkunst an die Wand. [...] Seine Ritterrüstung Humphrey (David Steck) hält ihm zwar den Schädel, die Armbrust und sonst noch so einige schaurige Hilfsmittel, so richtig Spass macht das Gespensterleben im Hause Canterville aber nicht mehr.

Statt Angst und Schrecken verbreitet Simon Canterville seit der Ankunft der Amerikaner nur noch Mundgeruch. Er darf nicht einmal mehr nachts ungestört mit den Ketten rasseln. Denn im kleinen Wissenschaftler Washington findet das Gespenst einen erfinderischen Widersacher.

Washington, erfrischend frech von Nicolas Wild vom Jugendtheaterclub verkörpert, schafft es, einen immer wiederkehrenden Blutfleck zum Verschwinden zu bringen.

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  BIG BANG LÖBINGER von Franzobel am Theater Phönix in Linz uraufgeführt  
  Am 26.11. wurde Franzobels BIG BANG LÖBINGER am Theater Phönix in Linz uraufgeführt. Franzobel selbst bezeichnet das Stück, vom Theater Phönix in Auftrag gegeben, als „eine Art Löwinger-Schwank mit Turbobeschleuniger“. Der Autor hat einen dramatischen Schreib-Marathon hinter sich: Mit „Big Bang Löbinger“ geht Franzobels vierte Uraufführung in diesem Jahr über die Bühne. Entsprechend aktuell ist auch dieses Stück – jetzt hat es die Schweinegrippe sogar schon ins Theater geschafft...
Wir waren an diesem für den Sessler Verlag premierenreichen 26.11. in Linz und gratulieren Regisseur Harald Gebhartl und dem Ensemble zu einem tollen Theaterabend! Stürmischer Applaus und lautes „Bravo“!

„Erfolgsautor Franzobel hat für das Linzer Theater Phönix ein neues Theaterstück geschrieben. In seinem jüngsten Volks- Stück "Big Bang Löbinger" nimmt Franzobel die Vorstadtbauern ins Visier. Die heile Welt der Heimatstücke um Freundschaft, Liebe und Familie in der dörflichen Gemeinschaft, wie sie das Publikum etwa von der Löwinger Bühne kennt, nimmt Franzobel zielsicher aufs Korn.
Sprachgewaltig schafft er in seinem neuen Stück "Big Bang Löbinger" einen absurden Kosmos der unvorhersehbaren Ungeheuerlichkeiten. Da hat der Altbauer Ignaz Gödiger seine Gründe am Rande der Stadt gewinnträchtig an eine Einkaufscity verkauft. Er streicht aber nach wie vor die Agrarförderungen der EU ein.
Als sich EU-Kommissar Löbinger ankündigt, droht der Schwindel aufzufliegen, und schon bald gerät das Spiel außer Kontrolle.
Franzobels jüngstes Theaterstück ist eine komisch-böse Bauerngroteske über das Land- und Bauernsterben am Stadtrand und einen neuen Bauernstand im Zeitalter der Globalisierung.
Unter der Regie von Harald Gebhartl sind unter anderem Maxi Blaha und Helmuth Fröhlich in den Hauptrollen zu sehen.“ (ORF – Treffpunkt Kultur)

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  JUGEND OHNE GOTT v. Ödön v.Horváth - Bearbeitung von Christopher Hampton  
  Uraufführung am Theater in der Josefstadt am 26.11.

http://www.josefstadt.org/Theater/Stuecke/Josefstadt/JugendohneGott.html

Horváths Roman sollte ursprünglich unter dem Titel „Das Zeitalter der Fische“ erscheinen - eine Anspielung auf die Mitläufer des nationalsozialistischen Regimes, emotionslos und kalt, nie aus dem schützenden Schwarm herausschwimmend, ohne eigenständiges Denken der allgemeinen Propaganda folgend. „Es ist ein Buch gegen die geistigen Analphabeten…“ (Horváth).

Der britische Autor Christopher Hampton hat Horváths Roman „Jugend ohne Gott“ im Auftrag des Theaters in der Josefstadt dramatisiert, die Uraufführung fand am 26. November statt.

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  DAS INTERVIEW am THEATER NEUMARKT ZÜRICH  
  Durchschlagender Erfolg für Martin Kušejs Inszenierung: DAS INTERVIEW von Theodor Holman und Theo van Gogh in einer Bühnenfassung von Stephan Lack feierte am 26.11. am Theater Neumarkt in Zürich Premiere. Großer Applaus für die Star-Besetzung: Birgit Minichmayr als vollbusiger Soap-Star konnte dem intellektuellen Polit-Journalisten Pierre alias Sebastian Blomberg natürlich voll und ganz das Wasser reichen.

Aus den Kritiken:

„Eine 90-minütige Sternstunde am Zürcher Neumarkttheater. [...] Schritt für Schritt, immer wieder von irgendwoher Anlauf nehmend und immer wieder auflaufend im nächsten Teildesaster, entwickeln Birgit Minichmayr und ihr Schauspielpartner Sebastian Blomberg den Balztanz als Machtkampf. Eine liaison dangereuse zwischen zwei Champions der Manipulation, die sich – das merken beide bald – gegenseitig gewachsen sind, auch wenn sie aus verschiedenen Welten kommen. Katja, das 25-jährige Sternchen mit dem Millionenpublikum, und Pierre Peters, der 45-jährige ehemalige Bosnienkrieg-Berichterstatter und nun politische Redaktor seiner Zeitung, der die Breaking News einer Regierungskrise anderen überlassen muss, weil er Katja zu interviewen hat: Aus dem schrillen Missklang ergeben sich vielschichtig nuancierte Dissonanzen. [...] Der Fehlstart – Pierre manifestiert Katja seine Verachtung für ihren Beruf – stellt die Weichen. Das Gleis führt fortan abwärts über immer tiefer sich hinunterschraubende Kurven. Eine torkelnde Fahrt zur Hölle. Im letzten Moment wendet Katja Pierres vermeintlichen Sieg in die Niederlage: Er ist schon dran, den Coup ihrer Krebskrankheit telefonisch bei der Redaktion bekanntzumachen, als sie ihm eröffnet, jenes Tagebuch, mit dem er seine Enthüllung beglaubigen möchte, stamme gar nicht von ihr. Pierres eigenes Geständnis aber hat Katja auf Video festgehalten: Als Schlusspunkt seines traumatischen Familienschicksals, dessen kriegerischer Hintergrund im Lauf des Abends die flauschige Wohnlandschaft zu einem Minenfeld macht, offenbarte der Journalist der Schauspielerin den Mord an seiner Frau. Pierre, der Katja verraten wollte, ist verkauft. Die schwindelerregenden Dialoge enden in einer atemraubenden Pointe.“ (Neue Zürcher Zeitung, Barbara Villiger Heilig)

„Kušej hält in diesem Nervenkrieg die ideale Mitte: Minichmayr und Blomberg entwickeln bei aller Boulevard-Getriebenheit einen sittlichen Ernst, der sie in Augenblicken auf die Hochplateaus der Klassik katapultiert.“ (Der Standard, Ronald Pohl)

„Wie rhetorische Hyänen umkreisen Katja und Pierre sich, tasten einander ab, weichen sich aus, tauchen durch, schnappen zu. Meint man, sie näherten sich über ihre Verletzlichkeit doch noch einander an, wird jede Wunde sogleich instrumentalisiert; denkt man, eine erotische Spannung wäre möglich, entpuppt sich alles als Berechnung. Jede vermeintlich authentische Fragestellung ertränkt mediales Rhetorikgelée, und ist eine Interview-Situation ohnedies immer auch Selbstentblößungsspiel, so darf man sich über den Faktor Spiel darin ganz gewiss nicht täuschen. Jedenfalls nicht in diesem Well-made-Play. Und schon gar nicht, wenn zwei wie Sebastian Blomberg und Birgit Minichmayr das Angebot annehmen.“ (Nachtkritik, Andreas Klaeui)

„Im immer dichter werdenden, undurchschaubaren Spiel um Wahrheit und Lüge, Berechnung, Sein und Schein geht am Ende überraschend der Weibsteufel der Superstar-Generation als Siegerin hervor. Funktionieren Beziehungen wirklich so? Ja. Aber Gott sei Dank nicht alle. Großer Jubel.“ (Kurier, Brigitte R. Winkler)

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  Exstasy Rave in Moskau  
  Im Rahmen des internationalen NET-Festivals für Neues Europäisches Theater kam am 25.11. Constanze Dennigs EXSTASY RAVE am Goethe-Institut in Moskau zur Uraufführung in russischer Sprache. Die äußerst gelungene Übersetzung steuerte Alla Rybikowa bei, Regie führte Elena Novikova, es spielte das Theater-Zentrum „Master-Class“.

Dazu das Goethe-Institut:

„Wir schreiben das Jahr 2034. Jeder über 80 muss sich einem staatlichen Test unterziehen, der seine intellektuellen Fähigkeiten prüft und über sein Weiterleben entscheidet. Wer sich nicht bewährt, wird drei Monate später zur letzten Party geladen. Beim ‚Exstasy rave‘, dem via Fernsehen verordneten Todesfest, wartet der Giftprosecco zur passenden Wunschmusik. Er/sie macht Platz auf der Welt und entlastet das Budget. Das Stück ist ein schonungsloser Beitrag zu einem der großen Probleme unserer Gesellschaft, der Überalterung. Fünf betagte Herrschaften warten auf das entscheidende Ergebnis. Die Atmosphäre im Warteraum: angespanntes Lachen. Das Stück der österreichischen Autorin Constanze Dennig [handelt von der] Verantwortung eines jeden Menschen für sein eigenes Heute und Morgen.“

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  WARTEN AUF DEN WELTUNTERGANG  
  Noch einer hat vorgesorgt für den vermeintlichen Weltuntergang am 21.12.2012: Viktor Abramowitsch verschanzt sich mit Konservendosen und anderen Überlebens-Tools auf einer Berghütte in 2400 Metern Höhe. Doch plötzlich steht der Besitzer der schlichten Behausung vor ihm und fragt nach dem Mietvertrag - damit hatte Abramowitsch leider nicht gerechnet! Die beiden Männer erwarten nun zusammen die Katastrophe. Erst als ihre Selbstfindungs-Sessions plötzlich von einer ganz normalen Lawine überrollt werden, landen die beiden, wenn auch etwas unsanft, wieder in der Realität.

POLSPRUNG, die neue Endzeit-Farce von Gabriel Barylli, feierte am 25. November an der neuenbuehnevillach Premiere. Erik Jan Rippmann und Michael Weger brillierten unter der Regie des Autors, es gab 17 Minuten Standing Ovations.

Weitere Termine: 26.-28.11., 2.-5.12.; 9. bis 12.12.; 16. bis 19.12.; 29. bis 31.12. 2009 (Silvestervorstellung 19.00 und 22.00 Uhr) Zusätzlich: Schulvorstellung am 9.12. um 10.00 Uhr

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  WER HAT ANGST VOR OLIVER TWIST?  
  Am 7. November brachte das Jugendensemble des Theaters Hof Claus Trögers WER HAT ANGST VOR OLIVER TWIST auf die Bühne.
Dazu Michael Thumser in der Frankenpost:

„Sonne nennen sie die Glühbirne über ihrem schäbigen Wohnplatz. Denn den hellen Tag sehen sie kaum je. In ein braun gemauertes Gewölbe der städtischen Kanalisation zog sich das Dutzend Kinder und Jugendliche zurück. Wie ‘Maulwürfe’, wie ‘Ratten’ hausen sie hier, abgehauene Waisenkinder und Rausgeworfene, Entsorgte und Vergessene - Kinder, an denen die Erwachsenen droben das Interesse verloren. Nicht als Freunde, nur zwangsweise als Überlebensgemeinschaft bleiben sie beieinander: Jeder Tag ist ein neuer ‘Scheißtag’, jeder, der dem andern in die Quere kommt, ein ‘Arschloch’. In fortwährender Spannung halten sie zusammen, sekündlich bricht Streit aus. Da sollen Regeln und Gesetze fürs ‘Gemeinwohl’ sorgen - und die Kommune spürt, dass sich das Leben unter Tage gar nicht arg unterscheidet von dem der zwielichtigen Oberwelt. Nur dass hier die Angst unverhohlener regiert.[...]
‘Die Realität hat uns ausgespuckt.’ Nicht allein, aber einsam bleiben sie alle, die Zarten wie die Heftigen, die Präpotenten und die Spinner. An Schnaps und Stoff halten die einen sich fest, an Illusionen und Spleens die anderen. Nach Nestwärme und Normalität sehnen sich alle, gute Gefühle regen sich selbst unter der borstigen Schale der ‘Hardliner’.
Doch das Rattenrohr ist auch ‘Traumfabrik’. Ein Junge, der nicht lesen kann, wird dennoch zum Büchernarren. Ein Happy End erhofft er sich, wie Oliver Twist es erlebt, der Bettelknabe aus dem Roman: ein Kinderretter, Familiengründer - ein Ausgestoßener ihresgleichen und doch ein ‘echter Held’, der's aus der Unterwelt zurück an die Sonne schafft, nach oben, hinaus.“

Weitere Vorstellungen am Theater Hof (Studio) am 18. Und 21.11.09.

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  Jürgen Hofmanns NOCH IST POLEN NICHT VERLOREN  
  Am Samstag, den 14. 11. hat NOCH IST POLEN NICHT VERLOREN unter der Regie von Alexander Terhorst in Halle Premiere. Das Theater Halogen schreibt über die Produktion:

„ ‚Sein oder Nichtsein‘... diese Frage stellt Josef Tura (Martin Kreusch - Theater Varomodi) alias Hamlet Abend für Abend auf der Bühne des Posener Stadttheaters.
Eigentlich hätte die kleine polnische Theatergruppe eine Satire auf Nazideutschland im Repertoire, doch diese fiel der polnischen Zensur zum Opfer.
Nun, im Herbst 1939, ist Polen von deutschen Truppen besetzt, und auch die Schauspieler leiden unter der Besatzung, als durch einen SS-Spitzel der gesamte Posener Widerstand bedroht ist. Durch die heimliche Liebschaft von Maria Tura (Astrid Beier - Theater Apron) zu einem polnischen Fliegerleutnant im Londoner Exil (Daniel Gebhardt - theater HALOGEN) gerät das Schauspielerpaar mitten hinein und das ganze Ensemble hilft, die Katastrophe zu vermeiden. Aus den Karikaturen der geprobten Satire werden glaubwürdige Nazis und die Satire verlagert sich von der Bühne ins Hauptquartier der Posener Gestapo. Der Gipfel der Szenerie ist der Auftritt einer hochschwangeren Frau als Adolf Hitler (Nicole Kopf - theater HALOGEN).

(...) ‚Sein oder Nichtsein‘ ist angesichts anhaltend rechtsradikaler Tendenzen auch in Sachsen-Anhalt ein brandaktueller Theaterstoff. Er bringt zudem die Situation freier Theater in Halle gut auf den Punkt, geht es doch oft darum, aus Not eine Tugend zu machen, niemals Hoffnung und Humor zu verlieren, dem eigenen Geschick zu vertrauen. Die Kunst, in verschiedenen Lebenssituationen zu improvisieren und heikle Momente zu bewältigen mit dem, was gerade zur Verfügung steht, ziehen hier interessante Parallelen zur ferneren und jüngeren ostdeutschen Vergangenheit und Gegenwart.“

http://www.theater-halogen.de/stuecke/polen.html
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  Jürgen Hofmanns WOLLE am Theater am Luitpoldplatz  
  Wolfgang, auch „Wolle“ genannt, spielt auf seinen Drums genau so gerne „I Can’t Get No Satisfaction” wie den Lieblings-Marsch von Adolf Hitler, den „Badenweiler“. Wenig später wird er auch noch zum DDR-Bürger. Aber Wolle interessiert sich nicht für Politik, er ist vor allem ein leidenschaftlicher Musiker! Und bietet so manchem, der von dem gerade herrschenden „System“ verfolgt wird, in seiner kleinen Kellerwohnung Unterschlupf.

Jürgen Hofmanns ganz besondere Chronik des 20. Jahrhunderts hat am Donnerstag am Theater am Luitpoldplatz in Tirschenreuth Premiere.

Die Termine im November: 12.11. Premiere / 14.11. / 15.11. / 20.11. / 21.11. / 22.11., Beginn jeweils 20 Uhr
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  Qualifikationsspiel im Weinviertel  
  Silke Hasslers „Qualifikationsspiel“ hat am 7. November 2009 am Theater Westliches Weinviertel Premiere:

Nach vielen gescheiterten Beziehungen will ER es doch nochmal wissen. Doch diesmal geht er gleich in der psychiatrischen Klinik auf die Jagd - da liegen die Defekte der potentiellen „Zukünftigen“ wenigstens offen zutage! Damit die Enttäuschung nicht erst danach kommt ...Tatsächlich lernt er drei Damen kennen, die man nicht so ohne weiteres zum Mainstream zählen würde: und das Qualifikationsspiel beginnt! Welche der drei wird es ins Finale schaffen?
Das Theater Westliches Weinviertel zeigt eine Eigenproduktion unter der Regie von Franziska Wohlmann.

Termine: 7.11. / 8.11. / 13.11. / 14.11. / 15.11. / 20.11. und 21.11., jeweils um 20 Uhr

http://www.tww.at/

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  "Eiskind" von Elisabeth Vera Rathenböck in Innsbruck  
  Am 5. November 2009 feierte Elisabeth Vera Rathenböcks Monolog „Eiskind“ am Westbahntheater in Innsbruck Gastspiel-Premiere. Susanna Bihari ist in der Rolle der 18-jährigen Kathrin zu sehen, die dem Teufelskreis ihrer Bulimie-Erkrankung erst durch die Behandlung in einer psychotherapeutischen Klinik entkommt. Der Regisseur Ulf Dückelmann bringt dieses brandaktuelle Thema als 70-minütiges Schauspiel mit Livevideo und Filmeinspielungen auf die Bühne. Und öffnet die Augen für eine Krankheit, die viele von uns bereits aus nächster Nähe (mit)erlebt haben.

Termine im Westbahntheater Innsbruck:
05.11.09 11 Uhr+15 Uhr, 06.11.09 11 Uhr+15 Uhr, 07.11.09 19 Uhr

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  BOEING BOEING ANDERSRUM  
  Am 24. Oktober feierte „HALLO STEWARD! BOEING, BOEING ANDERSRUM“ im Palais Nowak Premiere. Was dieser Abend beweist: Der Transfer in die Welt der gleichgeschlechtlichen Liebe steht diesem Boulevard-Klassiker ausgezeichnet! Das Publikum kann sich vor Lachen kaum halten – ein voller Erfolg für Regisseur Werner Sobotka und das tolle Team auf der Bühne: Veronika Polly, Stefano Bernardin, Daniel Keberle, Ramesh Nair, Rob Pelzer und Stefan Reil glänzten in dieser völligen Neubearbeitung der Komödie von Marc Camoletti. Die Produktion ist noch bis Januar im Palais Nowak zu sehen.

http://www.palaisnowak.at/index.php?curPage=produktion

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  Bernd Jescheks „Gute Nacht Okapi“ am Vorarlberger Landestheater uraufgeführt  
  Begeisterten Applaus erntete Brigitte Karner bei der Uraufführung von Jescheks Monolog „Gute Nacht Okapi“ am 16. Oktober in Bregenz. Aber auch das Okapi eroberte die Herzen der Zuschauer – in einer Premierenkritik wurde es sogar zum neuen „Harvey“ gekürt ... Nicht der einzige Beweis dafür, dass neben Brigitte Karner auch ihre imaginären Gesprächspartner für diesen großen Publikumserfolg verantwortlich sind. Und – natürlich – der regieführende Autor!

„ Jubel für Brigitte Karner in ‚Gute Nacht Okapi.‘ Wie die Plaudertasche im Monolog blitzschnell die Aggregationszustände wechseln kann von scheu auf schnippisch, von albern auf altklug, von verletzlich auf exaltiert, das macht ihr so schnell keine nach! [...] Der Autor Bernd Jeschek hat der Karner ‚Gute Nacht Okapi‘ auf den Leib geschrieben. “( Werner Rosenberger, Kurier)

„Mit Fuchspelz und Handschuhen optisch nicht ganz von dieser Welt verleiht Karner Hirngespinsten etwas wohltuend Alltägliches. Nicht schrullig, nicht hysterisch, einfach nur präsent – und witzig. Jeschek, der das Stück am Vorarlberger Landestheater selbst inszenierte, hat dem Publikum damit ein Lachen geschenkt. Am gestrigen Uraufführungsabend hat es ihm und Brigitte Karner dafür mit viel Applaus gedankt." (Christa Dietrich, VN)

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  Oliver Karbus’ „Vincent und Paul“ im Tiroler Landesmuseum uraufgeführt  
  Das „Theater im Ferdinandeum“ zeigte am 10. Oktober die unter der Regie des Autors entstandene Uraufführung von „Vincent und Paul“: Vincent van Gogh erwartet 1888 in Arles die Ankunft von Paul Gauguin, doch die Hoffnungen, die er an eine Zusammenarbeit hängt, scheitern an den grundverschiedenen Persönlichkeiten der beiden Künstler. „Karbus findet eine dichte, poetische, anspielungsreiche (...), heutige Sprache. (...) Benjamin Ulrich bringt sich mit enormer Leidenschaft für van Gogh ein, Thomas Lackner steht dieser Gauguin wunderbar.“ (Tiroler Tageszeitung) Großer Applaus!

Vorstellungen: Premiere Samstag, 10. Oktober 2009, 19.30 Uhr
Sonntag, 18. Oktober 2009, 18 Uhr
Mittwoch, 21. Oktober 2009, 19.30 Uhr
Sonntag, 25. Oktober 2009, 18 Uhr
Mittwoch, 28. Oktober 2009, 19.30 Uhr

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  UNSER HÄUPTLING von CATHERINE AIGNER an den Vereinigten Bühnen Bozen uraufgeführt  
  „Ziehen Sie meine Schuhe aus und schlafen Sie nicht mehr mit meinem Mann!“

Dass Frauen oft ein fast ebenso emotionales Verhältnis zu ihren Schuhen haben, wie zu ihren Männern, ist allgemein bekannt. Wenn auf beiden Gebieten der Besitzanspruch ins Wanken gerät, kann sich ein Drama entwickeln, das erschreckende Ausmaße annimmt: In Catherine Aigners „Unser Häuptling“ werden, wenn die Worte nicht mehr ausreichen, fliegende Stöckelschuhe als Handgranaten eingesetzt ... Da gerät auch mal die Schuhverkäuferin (Eva Kuen), die als Vermittlerin zwischen der betrogenen Ehefrau (Marie-Therese Futterknecht) und der Geliebten (Julia Cencig) im Streit um das einzig wahre Paar Schuhe lange auf verlorenem Posten zu stehen scheint, in die Schusslinie.

„Eine abgefahrene, tragikomische Geschichte, von der jungen Regisseurin Bernadette Sonnenbichler entsprechend grotesk umgesetzt. Die drei Schauspielerinnen bringen eine tolle Leistung, zeichnen ihre Figuren locker und witzig; insbesondere Marie-Therese Futterknecht arbeitet den gequälten, depressiven Unterton heraus, der die Stimmung kippen lässt. (...) (Die) Gratwanderung zwischen absurder Situation und tragischer Befindlichkeit ist bestens gelungen, sodass ‚ein Lachen ein Heulen ersetzt‘ – ganz im Sinn der jungen österreichischen Autorin.“ („Z“)

„Unser Häuptling erzählt Ausschnitte aus dem Leben dreier Frauen (...) und davon, wie ein einziger Abend es wagen kann, über leidvolle Jahre zu lächeln, dass am Ende ein Herz stillsteht.“, so die Autorin Catherine Aigner. Und die Herzen stehen tatsächlich still bei der Uraufführung am 09. Oktober in Bozen: Tosender Applaus!

Die Koproduktion des Vorarlberger Landestheaters mit der neuen bühne villach tourt jetzt durch Südtirol.

http://www.theater-bozen.it/

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  Glück im Unglück
Das THEATER IN DER JOSEFSTADT verschiebt die Uraufführung von Silke Hasslers TOTAL GLÜCKLICH um ein Jahr
 
  Eine gute Entscheidung: Die Uraufführung, die am 3. Oktober auf der Probebühne des Theaters in der Josefstadt stattfinden sollte, wird nun um ein Jahr verschoben. "Ich möchte, dass dieses Stück von Silke Hassler ein Wurf wird und eine Sensation", so der Direktor der Josefstadt Herbert Föttinger. "Die Arbeit ist noch nicht soweit, wie ich es mir wünsche." Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Disposition aufgrund der vielen neuen Produktionen auf der Probebühne zurzeit sehr dicht ist. Dazu die Autorin: "Ich finde es eine schöne Haltung, wenn Herbert Föttinger darauf bedacht ist, auch ein neues Stück zu bestmöglichen Bedingungen zeigen zu können."
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  „Strangers In The Night“ von Markus Gull und Peter Hofbauer  
  STANDING OVATIONS

„Strangers In The Night“ von Markus Gull und Peter Hofbauer am Teatrul de Stat in Constanta (Rumänien)

Bei der Premiere von STRANGERS IN THE NIGHT am vergangenen Samstag schien sich das „Teatrul de Stat“ vorübergehend in einen schummrigen Night Club in Beverly Hills zu verwandeln…
Das Musical, in dem ein Entertainer, der jahrelang das Vorprogramm zu Frank Sinatras legendären Shows geliefert hat, auf dessen ehemaligen Privatsekretär trifft und beide zusammen mit ihrer Sinatra-Show bald massenweise Fans ins „Stardust“ ziehen, lässt die alten Songs aus der Neuen Welt wieder aufleben. Obwohl – oder gerade weil – in Rumänien Musicals eher selten auf dem Spielplan stehen, wurde das „Sinatra-Musical ohne Sinatra“ vom Publikum begeistert aufgenommen. Stürmischer Applaus!

Ebenfalls in der „Hofbauer-Metropol-Werkstatt“: Wiederaufnahme des Erfolgsmusicals TI AMO ab 29. September!

Link Metropol
 
     
  MISSION:LONDON von Alek Popov - Großer Applaus bei Uraufführung in Osnabrück - Link:  
  Großer Applaus bei Uraufführung in Osnabrück: Das Festival SPIELTRIEBE 3 eröffnete am 4. 9. mit „Mission: London“, einer Bühnenfassung des gleichnamigen Romans von dem bulgarischen Autor Alek Popov. Das Stück, das einen ernüchterten Blick auf das ‚neue Europa‘ wirft, steht damit am Anfang eines regelrechten Marathons durch das zeitgenössische Europäische Theater. Der zugrunde liegende Roman „Mission:London“ ist 2006 im Residenz Verlag (St. Pölten) erschienen.

„BULGARIEN? RÜCKSTÄNDIG, KORRUPT UND FAUL? […] Alek Popov erzählt vom Osten im Westen und vom Westen im Osten. Er erzählt einen Roman voll Aberwitz, mit einer Fülle wunderbarer Figuren und in einem Ton, als wäre das alles gar nicht lustig.“

http://www.residenzverlag.at/?m=30&o=2&id_title_category=31&id_title=989

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  NEUES STÜCK VON DANIEL KEHLMANN IM THOMAS SESSLER VERLAG  
  Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass Daniel Kehlmanns Auftragswerk für die Salzburger Festspiele 2010 im Thomas Sessler Verlag erscheint. Weitere Informationen zum Stück erhalten Sie – bald !!!
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  THEATER IN DER JOSEFSTADT - Daniel Glattauers ALLE SIEBEN WELLEN  
  Nachdem sich „Gut gegen Nordwind“ als DAS Erfolgsstück der Saison erwiesen hat, gibt’s nun bald Nachschub: im Mai wird das Theater in der Josefstadt eine Dramatisierung von Daniel Glattauers Fortsetzungs-Roman „ALLE SIEBEN WELLEN“ auf den Spielplan setzen.

„Der spritzige, zauberhafte Liebesdialog geht weiter, wie Emmi es ausdrückt: ‚Du lebst dein Leben. Ich lebe mein Leben. Und den Rest leben wir gemeinsam.‘“

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  DER BLAUE ENGEL im Theater in der Josefstadt  
  DIE URAUFFÜHRUNG BEI DEN BREGENZER FESTSPIELEN WAR EIN VOLLER ERFOLG - Jetzt kommt „DER BLAUE ENGEL“ ans THEATER IN DER JOSEFSTADT

Durch die Rechte am Drehbuch des Films „Der Blaue Engel“ ist es nun erstmals möglich geworden, eine Theaterfassung des legendären Josef-von-Sternberg-Klassikers auf die Bühne zu bringen. Die dem Film zugrundeliegenden Rechte an Heinrich Mann und Carl Zuckmayer hat der S. Fischer Verlag eingebracht.
Die Bühnenfassung „Lola – Der blaue Engel“, die unter Mitarbeit von Peter Turrini entstanden ist, sorgte schon bei ihrer Uraufführung bei den Bregenzer Festspielen
(Regie: Herbert Föttinger) für Begeisterung. Denn Katharina Straßer wickelt als „Lola Lola“ nicht nur den Professor Unrat um den Finger!
„Es ist der große Verdienst von Regisseur Föttinger und seinem kongenialen Bühnenbildner Rolf Langenfass, dass „Lola – Der Blaue Engel“ zeitlos wirkt. Föttinger hat auf der sehr praktischen Drehbühne präzise, flott und mit leichter Hand inszeniert und auf das Können seiner Protagonisten vertraut. (...) Völlig zu Recht. Denn Erwin Steinhauer ist ein schlicht grandioser, unendlich anrührender Professor, der zusehends den Boden unter den Füßen verliert. Wie Steinhauer bis zuletzt um seine Würde und um seine Liebe zu Lola ringt, wie er diesen gebrochenen Mann in all seiner Ambivalenz darstellt, ist großartig. An seiner Seite Katharina Straßer als Lola. Eine Kindfrau, eine Lolita mit Stimme und Kraft, die auch in alle Lieder („Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“) etwas Bekenntnishaftes einbringt. Eine starke Leistung.“ (Kurier)

http://www.josefstadt.org/Theater/Stuecke/Josefstadt/DerblaueEngel.html

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  CONSTANZE DENNIGS „Schlussapplaus für Oskar W.“  
  WELTALL-PREMIERE: CONSTANZE DENNIGS „Schlussapplaus für Oskar W.“ ab 13. Oktober im Schuberttheater Wien

Ein Theater irgendwo in diesem Universum. Die Proben für die nächste Premiere haben gerade begonnen. Die alternde Diva Ava Valenti, Regisseur Otto Czermak und der Jungschauspieler Alexander Maurer beginnen mit ihrer Arbeit. Doch ein dunkles Geheimnis schwebt über der Produktion, in der keiner wirklich ist, was er vorgibt zu sein.
Eine Puppentheatersatire. Mysteriös, schräg, komisch, spannend. Ein aberwitziger, surrealer Thriller, bei dem nichts so ist, wie es zu sein scheint.
Puppendesign und –bau: Nikolaus Habjan und Constanze Dennig

Termine: 13.,14.,15.,16. und 17. Oktober

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  GERIATRISCHER COCKTAIL  
  URAUFFÜHRUNG VON CONSTANZE DENNIG ab 2. November im Schuberttheater Wien

Unsere Alten leben immer länger, viele als Pflegefälle in der Obhut ihrer Angehörigen. Charlotte, eine brave Tochter Anfang 50, pflegt ihren Vater rund um die Uhr. Einst ein gefeierter Operntenor, befindet sich der „große Vianesi“ nun auf dem Karrierehöhepunkt von Pflegestufe 7. In ihrer endstationären Kranken-Kammer-Oper geben die beiden eine groteske Tragikomödie zum Besten. Glamouröse Opernvergangenheit, ominöse Kindheitserinnerungen und ein lachhafter Pflegenotstand werden hier zu einem Geriatrischen Cocktail geschüttelt, wie er aberwitziger nicht schmecken könnte. Indes ist der Pflege-Heroismus Charlottes vor Sinnverlust nicht gefeit: Eine Lebenslüge drängt sich ins Rampenlicht und vollendet ihr zerstörerisches Werk… fast wie in der Oper der banal erlösende Tod.

Termine: 2., 3., 4., und 5. November – 19.30

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  HONIGMOND in der Komödie im Bayerischen Hof  
  PUBLIKUMS-LIEBLING
Gabriel Baryllis HONIGMOND in der KOMÖDIE IM BAYERISCHEN HOF

Dieses Stück sorgt zwar immer für ein ausverkauftes Haus. Aber in der KOMÖDIE IM BAYERISCHEN HOF in München will das Publikum auch nach Ende der Vorstellung nicht von den Plätzen weichen: Frenetischer Applaus! Den haben die drei männermüden Ladies, dargestellt von Monika Gruber, Christina Rainer und Isabel Scholz auch wirklich verdient. Der Thomas Sessler Verlag gratuliert den Darstellerinnen und dem regieführenden Autor zu einem der erfolgreichsten Honig-Monde!
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  ERFOLGREICHE SOMMERSAISON FÜR DEN THOMAS SESSLER VERLAG  
  Der Beweis ist endgültig erbracht: Die Theaterstücke lebender Autoren sind sommertauglich!

Mit zwölf Produktionen allein in Österreich geht für den Thomas Sessler Verlag eine ausgesprochen erfolgreiche Sommersaison zu Ende.
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  DER IMPRESSARIO VON SCHMIERNA von Franzobel  
  Das Wiener Lustspielhaus brachte Franzobels DER IMPRESSARIO VON SCHMIERNA unter der Regie von Victoria Schubert zur Uraufführung. „Franzobel paart in seinem ersten für das Wiener Lustspielhaus entstandenen Stück russische Seele mit italienischem Temperament - was dabei herauskommt? Echter wienerischer Komödienspaß!“ (radiostephansdom)
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  A HETZ oder DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHLICHKEIT von Franzobel  
  Das „Theater im Hausruck“ in Wolfsegg hat sich für Franzobel entschieden: A HETZ oder DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHLICHKEIT, eine Collage von Franzobel-Texten, kam unter der künstlerischen Leitung von Georg Schmiedleitner und Chris Müller zur Uraufführung.
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  OHIO WIESO von Gabriel Barylli  
  Im „Kulturhaus Reith“ in Kitzbühel gab es Gabriel Baryllis OHIO … - WIESO?

„Sein neues Stück ist auch eines seiner besten. Wie kaum ein anderer deutschsprachiger Autor beherrscht Gabriel Barylli die Mischung von boulevardesker Leichtigkeit und psychologischem Abgrund. Pointiert, witzig und sehr heutig zeigt uns Barylli, warum die ewige ‚Beziehungskiste Frau-Mann‘ nicht funktionieren kann und doch kein Weg daran vorbei führt.“

Link Sommertheater Kitzbühel
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  DRACULA von H.C. Artmann  
  In Salzburg wurde eine Bearbeitung von H.C. Artmanns DRACULA unter der Regie des Autors Mathias Schuh uraufgeführt.

„... ein absolut genussreicher, köstlich gruseliger Abend mit perfekter Theaterkunst…“ „Der Wiedererkennungswert ist enorm ... vom Slapstick bis zum Bauerntheater, von Polanski über Nosferatu des Stummfilms bis zu Christopher Lee. Jede Szene kommt in einem anderen Gewand daher….“ (Saale Zeitung)
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  ERLAUBENT SCHAS, SEHR HEISS BITTE. von H.C. Artmann  
  Der „Verein Panorama“ gab auf Schloss Damtschach H.C. Artmanns ERLAUBENT SCHAS, SEHR HEISS BITTE.

„Für H. C. Artmann heult der Schlossherr höchstpersönlich - und spielt schon einmal den Wolf, so einer gebraucht wird. Beim "Café Paradies", mit dem auf Schloss Damtschach die Beschäftigung mit dem Artmann fortgesetzt wird, steht Felix Orsini-Rosenberg aber nicht auf der Besetzungsliste. Die Caféhausoperette mit Schlag beinhaltet einen "Oberprolog" aus der Feder des Kollegium Kalksburg-Poeten Vincenz Wizlsperger und das kleine metaphorische Artmann-Stück ‚Erlaubent Schas, sehr heiß bitte‘: Vier Schauspieler und drei Kalksburger begeben sich wieder unter der Regie von Elisabeth Gabriel in die Untiefen der österreichischen Seele.“ (Kleine Zeitung)
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  ORPHERL IN DER UNTERWELT von Susanne Felicitas Wolf  
  In Laxenburg sorgte ORPHERL IN DER UNTERWELT von Susanne Felicitas Wolf für göttliche Unterhaltung. Ein tolles Ensemble, das in diesem meisterhaft leichten Bühnenwerk glänzen konnte.
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  Oscar Wildes ERNST MUSS MAN SEIN in Weitra  
  Felix Dvorak präsentierte in Weitra seine eigene Fassung von Oscar Wildes ERNST MUSS MAN SEIN. Die gekonnte Inszenierung trug ebenso wie das schöne Ambiente des Schlossinnenhofes dazu bei, dass dieser ‚österreichische Ernst‘ höchst komisch war!

Link Theater Weitra
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  Bei den Sommerspielen Grein war Miguel Mihuras ENGEL MIT DEM BLUMENTOPF zu sehen.

Das Grazer Straßentheater-Festival zeigte HIER SIND SIE RICHTIG von Marc Camoletti.
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  DER BLAUE ENGEL bei den Bregenzer Festspielen  
  Das Theater in der Josefstadt gastierte bei den Bregenzer Festspielen mit der neuen Bühnenfassung von DER BLAUE ENGEL. Jetzt kommt das Stück an die Josefstadt - Premiere ist am 17. September

Link - Theater in der Josefstadt
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  Stefan Vögels Erfolgsstück EINE GUTE PARTIE im Thomas Sessler Verlag!  
  Wir freuen uns, einen der im deutschen Sprachraum meistgespielten Boulevard-Autoren zu vertreten. Der österreichische Autor, Schauspieler und Kabarettist Stefan Vögel hat mit seinem Stück, 2002 im Theater Marquardt in Stuttgart uraufgeführt, einen komödiantischen Flächenbrand ausgelöst. Das herzhafte Lustspiel um einen alten „Grantler mit Herz“ lief mit Riesenerfolg an sämtlichen großen Boulevard-Bühnen und ist in seiner Thematik zeitlos. Treffsichere Pointen, ein tiefer Blick in die menschliche Seelenlandschaft, komisch und berührend.
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  TOLSTOIS "KRIEG UND FRIEDEN" BEI DEN MELKER SOMMERSPIELEN  
  DAS MONUMENTALWERK IN SUSANNE FELICITAS WOLF'S UMJUBELTER DRAMATISIERUNG UND ALEXANDER HAUER'S KONGENIALER INSZENIERUNG!

JUBELKRITIKEN UND STANDING OVATIONS!

Susanne F. Wolf hat mit ihrer Bearbeitung des weltberühmten Romans wieder einmal ihre Vielseitigleit bewiesen. Bei der wegen Überschwemmungen um eine Woche verschobenen Premiere am 3. Juli wurde das erfolgreiche Team „belohnt“! Ein Theaterabend der Sonderklasse! Hier nur ein kleiner Presseauszug:

Er ist monumental, episch und eigentlich unspielbar. Und doch: Tolstoi also heuer in der Melker Donauarena. Und das weder episch noch monumental, sondern appetitlich angerichtet, in kleinen Häppchen mit großen Gefühlen. Da wird politisiert, philosophiert und intrigiert, da wird geliebt, betrogen und verheiratet. Und dazu Walzerklänge und Champagnerperlen, während draußen die Kanonen donnern und Napoleon nach seinem Tee kräht... Knapp die Dramatisierung, schnell, aber intensiv die Regie.
Fazit: Liebe, Lust und Leiden(schaft) im Ballsaal der Weltgeschichte - grandios! (MF)

.....Das zu verknappen, zu dramatisieren und auf eine Freilichtbühne zu heben, ist eine gewaltige Aufgabe. Autorin Susanne Wolf und Alexander Hauer haben es mit minimalen Deko-Aufwand dafür aber mit Liebe zum Detail geschafft.

Entstanden ist ein kompakter Abend, der einen Überblick über das Werk bietet und gefällt… Das muss erst einmal einer nachmachen! (O. L., Kronen Zeitung)

< … Susanne Wolf setzt auf Personalreduktion, auf kurze Sequenzen von filmischem Zuschnitt und knappe epische Übergänge, für die wechselnde Schauspieler jeweils aus ihrer Rolle heraustreten… Alexander Hauer baut seine Regie auf der Gleichzeitigkeit von Gegensätzen auf… Theater aus dem Geiste Tolstois, getragen von einem erstklassigen Ensemble! (B. Pálffy, Kurier)

Frenetischer Applaus und fünf Bühnenabgänge zeugen von der Wertschätzung des Premierenpublikums. Gespielt wird noch bis 8. August!

Link Sommerspiele Melk
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  Petra Maria KRAXNER erhält das große Literaturstipendium des Landes Tirol 2009/2010  
 

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